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Unruhen in Israel : Der Kampf um das Herz Jerusalems

Palästinenser auf dem Al-Aqsa-Plateau liefern sich am 10. Mai Auseinandersetzungen mit israelischen Sicherheitskräften. Bild: AP

Bei den gegenwärtigen Unruhen in Jerusalem kommen viele Dinge zusammen. Dazu zählen die Versuche radikaler jüdischer Siedler, Häuser von Palästinensern rund um die Altstadt zu übernehmen.

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          Ein von der Weltpolitik lange vergessener Ort taucht dieser Tage in Gestalt einer kleinen, heruntergekommenen Seitenstraße auf den Sprechzetteln westlicher Außenministerien auf. Er liegt in Ostjerusalem, nur wenige Hundert Meter von der Altstadtmauer entfernt, in Sichtweite der Residenzen und Konsulate europäischer Staaten.

          Jochen Stahnke
          Politischer Korrespondent für Israel, die Palästinensergebiete und Jordanien mit Sitz in Tel Aviv.

          Der Weg dorthin lässt sich mit der Nase finden. Ein nach Verrottetem riechender, alles überdeckender Gestank zieht sich durch die Straße. Er geht von der Flüssigkeit aus, welche die Wasserwerfer verschießen. Man riecht sie bis ins Haus des pensionierten Elektrikers Aref Hammad, das wie so viele in der palästinensischen Nachbarschaft mit einer Räumungsanordnung belegt ist. Hammad wohnt seit 1956 in dem einstöckigen Haus, sie haben achtzig Quadratmeter. Jetzt soll er raus, weil eine Organisation radikaler jüdischer Siedler erfolgreich auf „Rückgabe“ geklagt hat.

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