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Israel und Arabische Emirate : Es geht um eine Allianz gegen Iran

„Das Eis ist gebrochen“: Trump erhält im Weißen Haus Applaus von Mitarbeitern zu dem Abkommen. Bild: Reuters

Ein doppelter Gewinn für Netanjahu: Israel nimmt diplomatische Beziehungen zu den Vereinigten Arabischen Emiraten auf und setzt dafür eine Annexion aus, die ohnehin heikel war. Doch auch andere profitieren.

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          Es ist zweifelhaft, ob Benjamin Netanjahu jemals geplant hatte, große Teile des Westjordanlands förmlich zu annektieren. Zwar wurde dieser Schritt politisch vorbereitet, etwa in der von Donald Trump Anfang des Jahres vorgelegten „Friedensvision“. Aber am 1. Juli, dem in der israelischen Koalitionsregierung vereinbarten Datum, geschah erst einmal nichts.

          Dafür gibt es innenpolitische Gründe. Aber der Ministerpräsident, der auf diesem Terrain schon lange als Zauderer bekannt war, dürfte sich auch gefragt haben, ob der Schritt es wert wäre angesichts der zu erwartenden Kritik aus dem Ausland. Zudem gibt es für Israel schon jetzt genügend Mittel und Wege, um palästinensisches Gebiet dauerhaft und vollständig unter seine Kontrolle zu bringen.

          Trump darf sich als Friedensstifter fühlen

          Wenn Israel nun diplomatische Beziehungen zu den Vereinigten Arabischen Emiraten aufnimmt und dafür eine Annexion aussetzt, die ohnehin politisch heikel war, dann ist das für Netanjahu ein doppelter Gewinn. Aber auch der Führung der Emirate dürfte der Deal recht sein, kann sie so doch vorweisen, etwas für die Sache der Palästinenser getan zu haben.

          Der Dritte im Bunde ist Trump, der sich als Friedensstifter fühlen darf. Daran ist auch nichts verkehrt – eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen Israel und arabischen Ländern kann der Region zugutekommen. Einen unmittelbaren Zweck dieser Ehe haben die Partner aber auch relativ klar benannt: Es geht um eine Allianz gegen Iran.

          Christian Meier
          Redakteur in der Politik.

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