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Israel sieht wichtiges Signal : Atom-Vereinbarung in Korea stärkt Trump gegenüber Iran

  • Aktualisiert am

Modifizierte Kurzstreckenrakete vom Typ Shahab 1 in einer unbekannten Region Irans. Bild: dpa

Laut Israels Geheimdienstminister hängen die Nuklearentwicklung in Iran und in Nordkorea zusammen. Die Regierung hofft, dass Trump das Atomabkommen mit Teheran nun neu verhandeln kann.

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          Israel wertet die Vereinbarung zur Abschaffung der Atomwaffen in Korea als wichtiges Signal für den Nahen Osten. Geheimdienstminister Israel Katz sieht den amerikanischen Präsidenten Donald Trump gestärkt im Bemühen, das Atomabkommen mit Iran neu zu verhandeln. „Er wird jetzt mehr Macht gegenüber Iran haben und vielleicht die Europäische Union davon überzeugen, nicht das schwache Glied in der Koalition zu sein“, sagte Katz.

          Israels Geheimdienst- und Verkehrsminister Israel Katz
          Israels Geheimdienst- und Verkehrsminister Israel Katz : Bild: Reuters

          Trump lehnt das 2015 vereinbarte Atomabkommen mit Iran ab und will bis zum 12. Mai entscheiden, ob sich die Vereinigten Staaten daraus zurückziehen und wieder Sanktionen verhängen. Die anderen Unterzeichnerstaaten – Russland, China, Großbritannien, Frankreich und Deutschland sowie Iran selbst – wollen hingegen an dem Vertrag festhalten, der von Israel heftig kritisiert wird. Sowohl Frankreichs Präsident Emmanuel Macron als auch Bundeskanzlerin Angela Merkel haben im Gespräch mit Trump dafür geworben, das Atomabkommen nicht platzen zu lassen. Macron dämpfte allerdings alle Hoffnungen. „Es scheint, als würde er (Trump) nicht wirklich alles tun, um das Abkommen zu retten“, sagte Macron am Mittwoch in Washington.

          Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong-un und der südkoreanische Präsident Moon Jae-in vereinbarten bei ihrem symbolträchtigen Treffen am Freitag, den seit mehr als sechs Jahrzehnten geltenden Kriegszustand noch dieses Jahr zu beenden und die geteilte Halbinsel schrittweise von Atomwaffen zu befreien.

          Katz sagte dazu: „Ich halte es für sehr gut, wenn die Nordkoreaner aus dem Nukleargeschäft aussteigen. Es wird auch für unsere Region gut sein, denn es gibt hier eine Verbindung.“ Seinen Angaben zufolge besteht zwischen Iran und Nordkorea eine Kooperation bei der Entwicklung von Raketentechnologie. Näher wollte sich Katz dazu nicht äußern. „Wir haben eine Menge von Beweisen“, sagte er lediglich.

          Unterdessen empfahl Iran Nord- und Südkorea, den amerikanischen Präsidenten Donald Trump aus ihrer geplanten Aussöhnung herauszuhalten. „Die amerikanische Regierung hat beim Atomabkommen (mit Iran) bewiesen, dass sie sich nicht an internationale Abkommen hält und daher auch nicht vertrauenswürdig ist“, sagte Außenamtssprecher Bahram Ghassemi am Samstag. Die nächsten Schritte sollten deshalb innerkoreanisch bleiben.

          Ghassemi begrüßte das historische Gipfeltreffen in Korea als wichtigen Schritt in Richtung Weltfrieden. „Das Treffen öffnete ein neues Kapitel der Entspannungspolitik in der Welt“, sagte Ghassemi.

          Die politischen Führer Nord- und Südkoreas hatten am Freitag im südkoreanischen Panmunjom einen Friedensschluss vereinbart. Demnach soll das seit dem Ende des Koreakrieges vor 65 Jahren gültige Waffenstillstandsabkommen noch in diesem Jahr durch einen Friedensvertrag ersetzt werden. Nordkoreas Machthaber Kim sagte auch einen vollständigen Abbau seinen Atomwaffenprogramms zu, nannte aber keine Details, wie und vor allem bis wann das geschehen soll und welche Gegenleistungen er dafür erwartet.

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