https://www.faz.net/-gpf-9dr4u

Rüstungsdeal : Israel baut an neuen Langstreckenraketen

  • Aktualisiert am

Für die Gegner gewappnet: Israel verfügt bereits über eine Reihe hochmoderner Raketensysteme, hier startet eine Rakete in der Nähe der südisraelischen Stadt Beer Sheva. Bild: AFP

Israel entwickelt zusammen mit einem heimischen Unternehmen Raketen mit einer Reichweite „für die gesamte Region.“ Damit reagiert die israelische Regierung auf zahlreiche Bedrohungen in unmittelbarer Nachbarschaft.

          1 Min.

          Das israelische Verteidigungsministerium arbeitet nach eigenen Angaben mit einem heimischen Unternehmen an Raketen, die jedes Ziel in der Region erreichen könnten. „Wir werden eine präzise Feuerkraft erwerben und entwickeln, die es uns erlauben wird, unsere offensiven Kapazitäten zu konzentrieren und zu verstärken und in ein paar Jahren die gesamte Region abzudecken“, erklärte Verteidigungsminister Avigdor Lieberman am Montag.

          Nach Angaben seines Ministeriums hat das Rüstungsgeschäft einen Umfang von mehreren hundert Millionen Schekel. Hundert Millionen Schekel sind etwa 24 Millionen Euro. Für die Rüstungslieferung arbeitet der Mitteilung zufolge die dem Verteidigungsministerium unterstellte Behörde für die Entwicklung von Waffensystemen mit der israelischen Firma IMI zusammen. Ein Teil der Raketen werde bereits produziert, die anderen Raketen befänden sich noch in der Entwicklungs- und Testphase, hieß es.

          In der Erklärung wurde nicht ausgeführt, welche Länder oder Ziele mit den Raketen beschossen werden könnten. Auf entsprechende Nachfragen der Nachrichtenagentur AFP reagierte das Verteidigungsministerium zunächst nicht.

          Israel hat eine Reihe von Gegnern in der Region. Das Land befürchtet, von Iran bedroht zu werden, wenn dieser sich Atomwaffen beschaffen könnte. Außerdem kämpft Israel immer wieder gegen die radikalislamische Hamas im Gazastreifen sowie gegen die schiitische Hizbullah-Miliz aus dem Libanon, die sich auch am Bürgerkrieg in Syrien beteiligt.

          Israel verfügt auch dank der finanziellen Unterstützung der Vereinigten Staaten über modernste Waffensysteme. So besitzt das Land bereits Raketen vom Typ Jericho, die eine maximale Reichweite von 4800 Kilometern haben und mit Atomsprengköpfen bestückt werden können. Dass Israel zu den Atommächten gehört, hat das Land nie offiziell bestätigt.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          „Das war in höchstem Maß frauenverachtend gegenüber meiner Kollegin und mit den Idealen der Stiftung absolut unvereinbar“: CSU-Staatsministerin Dorothee Bär über den Beitrag in „Tichys Einblick“

          Dorothee Bär über Sexismus : „Bei Tichy hat der verbale Ausfall System“

          Wegen Sexismus im Blatt des Stiftungsvorsitzenden Roland Tichy hat sich CSU-Staatsministerin Dorothee Bär aus der Ludwig-Ehrhard-Stiftung zurückgezogen. Ein Interview über alltägliche Frauenverachtung – und ihre Erwartungen an die Männer.
          Der Sarg der verstorbenen Supreme Court Richterin Ruth Bader Ginsburg vor dem Gerichtsgebäude

          Supreme Court : Keine Frage von Waffen und Abtreibungen

          Die bevorstehende konservative Dominanz am Supreme Court wird von liberalen Beobachtern vor allem mit Blick auf das Waffen- und Abtreibungsrecht gefürchtet. Dabei dürfte sie auf anderen Feldern schwerer wiegen.
          Vorstandschef, Großaktionär: Mathias Döpfner.

          Döpfner als Springer-Boss : Der neue Axel Cäsar

          Was sieht Friede Springer in Mathias Döpfner? Warum schenkt sie ihm Aktien im Wert von einer Milliarde Euro? Die Antwort ist ganz einfach.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.