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Israel : Scharon weiter im Koma

  • Aktualisiert am

Ariel Scharon wird weiter untersucht Bild: dpa

Neun Tage nach dem Schlaganfall des israelischen Ministerpräsidenten gibt es keine Anzeichen dafür, daß Ariel Scharon wieder aus dem Koma erwacht. Derweil ist auch Außenminister Silwan Schalom zurückgetreten.

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          Neun Tage nach dem schweren Schlaganfall des israelischen Ministerpräsidenten Ariel Scharon befürchten die Ärzte angeblich, daß der Patient weiterhin im Koma bleiben wird. Es werde den Medizinern wohl noch nicht gelingen, Scharon aus dem künstlichen Koma zu wecken, hieß es am Freitag auf der Internetseite der Zeitung „Maariv“.

          Ärzte hätten gesagt, der anfängliche Optimismus über Scharons Genesungschancen sei in eine wachsende Sorge über seinen Zustand umgeschlagen. Anfang der Woche hatte das Krankenhaus noch optimistischer gemeldet, Scharon atme wieder selbständig.

          Zustand bleibt ernst

          Derzeit werde die Therapie überprüft, weitere Untersuchungen würden folgen. Scharons Zustand sei nach wie vor kritisch. Das behandelnde Hadassah-Krankenhaus in Jerusalem teilte am Freitag mit, Scharons Zustand sei weiter ernst, aber stabil. Auch der israelische Rundfunk berichtete, die Mediziner seien besorgt.

          Es gebe noch keine Anzeichen dafür, daß Scharon aus dem Koma erwache. Die Ärzte hatten die Narkosemittel vor zwei Tagen abgesetzt. Am Freitag sollte der Ministerpräsident wieder mit einem Computertomographen untersucht werden. Scharon war nach seinem Schlaganfall dreimal wegen Hirnblutungen am Kopf operiert worden.

          Schalom tritt zurück

          Unterdessen hat der israelische Außenminister Silwan Schalom am Freitag als letztes Kabinettsmitglied aus den Reihen des rechtsgerichteten Likud-Blocks sein Rücktrittsschreiben übergeben, berichteten israelische Medien.

          Er folgte damit drei Ministern, die nach einer Entscheidung des neuen Likud-Vorsitzenden Benjamin Netanjahu schon am Vortag ihre Ämter aufgegeben hatten. Ungeachtet der politischen Ungewißheit in Israel nach dem Schlaganfall Scharons will Netanjahu den Likud vor der für den 28. März geplanten Neuwahl in die Opposition führen.

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