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Nach Raketenbeschuss : Israelische Vergeltungsangriffe in Gaza und Syrien

  • Aktualisiert am

Explosion nach einem israelischen Luftangriff auf Khan Yunis im südlichen Gazastreifen Bild: dpa

Eine Woche vor der Parlamentswahl in Israel feuert der Islamische Dschihad in Gaza wieder Raketen ab. Das israelische Militär reagiert – auch mit Luftangriffen in Syrien.

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          Der Konflikt zwischen Israel und der Extremistenorganisation Islamischer Dschihad spitzt sich zu: Bei israelischen Luftangriffen im benachbarten Bürgerkriegsland Syrien sind Aktivisten zufolge mindestens sechs Menschen getötet worden. Dabei handelte es sich um zwei Palästinenser des Islamischen Dschihads und vier Mitglieder pro-iranischer Milizen, wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Montag mitteilte. Bombardiert worden seien Einrichtungen südlich der Hauptstadt Damaskus.

          Die israelische Armee teilte mit, die Angriffe hätten Zielen des Islamischen Dschihads gegolten. Sie seien eine Reaktion auf Raketenbeschuss der Organisation aus dem Gazastreifen gewesen. Am Montag wurden nach Armeeangaben 14 weitere Geschosse auf Israel abgefeuert. Zwölf von ihnen habe das Raketenabwehrsystem „Eisenkuppel“ abgefangen. Der Islamische Dschihad habe außerdem versucht, einen Terroranschlag am Grenzzaun des Gazastreifens zu verüben.

          Die Luftwaffe habe eine Einrichtung der Organisation bombardiert, in der unter anderem Waffen entwickelt würden, um sie sowohl im Gazastreifen als auch in Syrien herzustellen, teilte die Armee weiter mit. Sie diene außerdem der Produktion von Raketentreibstoff sowie dem Training von Terroristen unter anderem aus dem Gazastreifen.

          Darüber hinaus habe die Armee Dutzende Ziele der Organisation in dem von der islamistischen Hamas kontrollierten Gazastreifen am Mittelmeer angegriffen. Dabei habe es sich unter anderem um unterirdische Einrichtungen gehandelt, in denen Rohmaterial für die Herstellung von Raketen gelagert worden sei.

          Bereits am Sonntag war es zu Gewalt zwischen dem israelischen Militär und extremistischen Palästinensern gekommen. Dem Tod eines palästinensischen Angreifers durch israelische Soldaten am Nachmittag folgten Raketenangriffe des Islamischen Dschihads auf Israel. Auf palästinensischer Seite hatte es Empörung ausgelöst, dass Israel die Leiche des Angreifers mit einem Armee-Bulldozer weggeschafft hatte.

          Die israelische Armee bombardiert immer wieder Ziele in Syrien. Sie will damit verhindern, dass Israels Erzfeind Iran seinen militärischen Einfluss in dem Bürgerkriegsland weiter ausbaut.

          Israel hatte zudem 2007 eine Blockade des Gazastreifens verschärft, die inzwischen von Ägypten mitgetragen wird. Beide Länder begründen die Maßnahme mit Sicherheitserwägungen. Rund zwei Millionen Einwohner leben unter sehr schlechten Bedingungen in dem Küstenstreifen am Mittelmeer. Die dort herrschende islamistische Hamas wird von Israel, den Vereinigten Staaten und der EU als Terrororganisation eingestuft. Sie will Israel zerstören.

          Seit der Vorstellung des amerikanischen Nahost-Plans im vergangenen Monat ist die Lage im Heiligen Land angespannt. Anfang Februar kam es zu mehreren Anschlägen in Jerusalem. Bei Zusammenstößen mit israelischen Soldaten im besetzten Westjordanland wurden zudem mindestens vier Palästinenser getötet.

          In Israel steht am 2. März die dritte vorgezogene Parlamentswahl innerhalb eines Jahres an. Hintergrund für die politische Krise im Land ist eine Pattsituation zwischen dem rechts-religiösen und dem Mitte-Links-Lager.

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