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Nahost-Konflikt : Israel plant neue Siedlungen im Westjordanland

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Ein israelischer Soldat und palästinensische Demonstranten Anfang Januar in Budrus bei Ramallah Bild: dpa

Israel will 3000 neue Siedler-Wohnungen im besetzten Westjordanland bauen. Verteidigungsminister Lieberman und Regierungschef Netanjahu haben den Bau bereits genehmigt.

          Israel plant den Bau von weiteren 3000 Wohnungen im besetzten Westjordanland. Dies sei nötig, um die Nachfrage nach Wohnraum zu decken, teilte das zuständige Verteidigungsministerium am späten Dienstagabend mit. Es war die dritte solche Ankündigung seit der Amtsübernahme von Amerikas Präsident Donald Trump vor knapp zwei Wochen.

          Trump hatte im Wahlkampf deutlich gemacht, dass er anders als Vorgänger Barack Obama den israelischen Siedlungsbau in den Palästinensergebieten weniger kritisch sieht. Der Siedlungsbau dürfte auch Thema beim Besuch von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu bei Trump am 15. Februar in Washington sein.

          Im Westjordanland leben rund 350.000 jüdische Siedler und weitere 200.000 auf dem Gebiet von Ost-Jerusalem. Israel hält diese Gebiete seit dem Krieg von 1967 besetzt. Neben den dicht an der Grenze zu Israel liegenden Siedlungen gibt es auch mehr als 100 Außenposten der jüdischen Siedler, die weit in den Palästinensergebieten verstreut sind.

          Die Palästinenser wollen das Westjordanland und den Gazastreifen für ihren eigenen Staat mit Ost-Jerusalem als Hauptstadt. Der Bau der Siedlungen dort wird von den meisten Staaten als völkerrechtswidrig und Hindernis für eine Friedenslösung betrachtet.

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