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Nahostkonflikt : Israel kündigt Unesco-Austritt an

  • Aktualisiert am

Unesco-Sitz in Paris Bild: AFP

Nun auch offiziell: Israel wird die Unesco zum Jahresende 2018 verlassen. Das Land wirft der UN-Kulturorganisation Voreingenommenheit und Politisierung vor.

          Israel hat offiziell seinen Austritt aus der UN-Kulturorganisation Unesco angekündigt. Unesco-Generaldirektorin Audrey Azoulay teilte am Freitag in Paris mit, sie habe von der israelischen Regierung die Benachrichtigung des Rückzugs zum 31. Dezember 2018 erhalten. Sie bedauere dies tief und sei überzeugt, dass Meinungsverschiedenheiten bei den von der Organisation behandelten Themen am besten innerhalb der Unesco gelöst werden könnten. Israel hatte den Schritt vor dem Hintergrund des Nahostkonfliktes bereits im Oktober angekündigt, kurz nachdem Amerika ebenfalls ihren Willen zum Austritt bekundet hatten.

          Die beiden Länder werfen der UN-Organisation Voreingenommenheit gegenüber Israel und eine Politisierung vor. Nach der Aufnahme Palästinas in die Unesco 2011 hatten die Vereinigten Staaten bereits ihre Beitragszahlungen gestoppt. Nach Ansicht Israels ignorierten Unesco-Entscheidungen zu Jerusalem beispielsweise jüdische Verbindungen zu der Stadt.

          Israel habe seinen vollen Platz in der UN-Organisation, betonte die Französin Azoulay. Die Unesco sei eine Institution, „die sich für die Verteidigung der Redefreiheit, die Prävention von Antisemitismus und von Rassismus in all seinen Formen einsetzt“. Sie habe zudem „ein einmaliges Bildungsprogramm zur Erinnerung an die Shoah und zur Vorbeugung von Völkermorden entwickelt.“

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