Nach Lulas Holocaust-Vergleich :
Israel erklärt Brasiliens Präsidenten zur „unerwünschten Person“

Lesezeit: 3 Min.
Brasiliens Präsident Lula da Silva bei der Versammlung der Afrikanischen Union in Addis Abeba
Der brasilianische Präsident Lula da Silva vergleicht den Krieg Israels in Gaza mit dem Holocaust. Das ruft nicht nur in Israel große Empörung hervor – und zerstört Brasiliens Ambitionen als internationaler Vermittler.

Israels Außenminister Israel Katz hatte einen symbolischen Ort gewählt, um dem brasilianischen Botschafter Frederico Mayer eine Rüge zu erteilen. Die beiden trafen sich am Montag bei der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem. Dort sagte Katz dem Diplomaten: „Ich habe Sie an einen Ort gebracht, der mehr als alles andere von den Nazis zeugt, die sechs Millionen unseres jüdischen Volkes ermordet haben. Der Vergleich des brasilianischen Präsidenten zwischen dem gerechten Krieg Israels gegen die Hamas und dem Vernichtungsakt der Nazis und Hitlers gegen die Juden ist eine Schande und ein schwerer antisemitischer Angriff.“ Solange Luiz Inácio Lula da Silva seine Äußerung nicht zurückziehe und sich entschuldige, sei er in Israel eine „unerwünschte Person“, sagte Katz.

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