https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/israel-besuch-palaestinenser-empoert-ueber-aeusserungen-romneys-11837509.html

Israel-Besuch : Palästinenser empört über Äußerungen Romneys

  • Aktualisiert am
Israel über Tel Aviv verlassen: Romney im Flugzeug nach Polen
          1 Min.

          Der ranghohe palästinensische Politiker Sajeb Erakat hat Äußerungen des designierten republikanischen amerikanischen Präsidentschaftskandidaten Mitt Romney während dessen Besuch in Israel als „absolut inakzeptabel“ bezeichnet.

          Romney hatte am Sonntag gesagt, Jerusalem sei die Hauptstadt Israels. Zugleich ließ er erkennen, dass er die amerikanische Botschaft nach Jerusalem verlegen würde, wäre er Präsident. Erakat sagte am Montag, Romneys Äußerungen seien beunruhigend und belohnten „Besatzung und Aggression“.

          Zudem widersprächen sie der langjährigen politischen Haltung der Vereinigten Staaten. Die Palästinenser beanspruchen den 1967 von Israel annektierten Osten Jerusalems als Hauptstadt eines eigenen Staats. Die meisten Staaten der Welt, darunter die Vereinigten Staaten, erkennen die Annexion nicht an. Ausländische Botschaften sind überwiegend in Tel Aviv angesiedelt.

          Als der aktuelle Präsident Barack Obama sich 2008 in Israel aufhielt, hatte er ebenfalls von Jerusalem als Hauptstadt gesprochen, allerdings „für die Zukunft“.

          Treffen mit Tusk in Polen

          Romney wird am Montag zu einem Besuch in Polen erwartet. Geplant ist dabei zunächst ein Treffen mit Ministerpräsident Donald Tusk in Danzig. Auf der Halbinsel Westerplatte will er nach eigenen Angaben den Ort besuchen, an dem die ersten Schüsse des Zweiten Weltkriegs abgefeuert wurden. Auf dem Programm steht außerdem eine Zusammenkunft mit dem einstigen Gewerkschaftsführer und Expräsidenten Lech Walesa.

          Mit seiner einwöchigen Auslandsreise will sich der republikanische Herausforderer Obamas international profilieren. Zum Auftakt seiner Europa-Reise hatte Romney jedoch in London an den britischen Fähigkeiten zur Ausrichtung der Olympischen Spiele gezweifelt und damit für einen Eklat gesorgt.

          Weitere Themen

          Erste Hinrichtung im Zusammenhang mit Protesten

          Iran : Erste Hinrichtung im Zusammenhang mit Protesten

          Die Demonstranten in Iran haben sich auch durch zahlreiche Todesurteile nicht abschrecken lassen. Nun hat das Regime die erste Hinrichtung im Zusammenhang mit den Protesten vollstreckt.

          Topmeldungen

          Demonstranten Ende Oktober in Teheran

          Iran : Erste Hinrichtung im Zusammenhang mit Protesten

          Die Demonstranten in Iran haben sich auch durch zahlreiche Todesurteile nicht abschrecken lassen. Nun hat das Regime die erste Hinrichtung im Zusammenhang mit den Protesten vollstreckt.
          Solidarität mit der Ukraine: kroatische Unterstützer in Za­greb

          Kroatien im Kriegsstreit : Für oder gegen die Ukraine?

          In Zagreb streiten Präsident Milanović und Regierungschef Plenković darüber, ob Kroatien die Ukraine militärisch unterstützen soll oder nicht. Nun läuft alles auf eine Kraftprobe im Parlament hinaus.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.