https://www.faz.net/-gpf-t1aj

Israel : Ariel Scharons Zustand deutlich verschlechtert

  • Aktualisiert am

Körperfunktionen versagen: Ariel Scharon Bild: dpa

Seit einem halben Jahr liegt der frühere Ministerpräsident Israels im Koma, nun hat sich sein Zustand offenbar deutlich verschlechtert. Die Ärzte vermuten den Beginn eines umfassenden Organversagens. Die Angehörigen wurden benachrichtigt.

          1 Min.

          Mehr als ein halbes Jahr nach seinem schweren Schlaganfall hat sich der Zustand des im Koma liegenden ehemaligen israelischen Ministerpräsidenten Ariel Scharon verschlechtert. Die Nierenfunktion des 78 Jahre alten Politikers sei gestört, und es habe sich Wasser in seinem Körper angesammelt, teilte das behandelnde Krankenhaus am Sonntagabend mit.

          Auch im Gehirn seien Veränderungen der Zellstruktur festgestellt worden. Die „Jerusalem Post“ berichtete, die Ärzte fürchteten, dies könne der Beginn eines größeren Organversagens sein. Das Krankenhaus habe seine Familie und seine Vertrauten informiert.

          Ärzte analysieren Scharons Zustand

          Die Ärzte im Krankenhaus Tel Haschomer bei Tel Aviv prüften Medienberichten zufolge weiter, was die Verschlechterung seines Zustands ausgelöst habe. Scharon war vor zwei Monaten aus Jerusalem in die Klinik nahe Tel Aviv verlegt worden.

          Der Politiker war am 4. Januar nach einem schweren Schlaganfall ins Koma gefallen. Sein Stellvertreter Ehud Olmert hatte zunächst vorläufig die Amtsgeschäfte übernommen und war bei vorgezogenen Wahlen Ende März bestätigt worden. Scharon gilt als einer der wichtigsten Politiker Israels. Im Laufe seiner politischen Karriere wandelte er sich vom „Bulldozer“ und Siedlervater zum Staatsmann und beliebtesten Regierungschef in der Geschichte Israels.

          Weitere Themen

          Staatschef des Tschad bei Kampfhandlungen umgekommen

          Idriss Deby : Staatschef des Tschad bei Kampfhandlungen umgekommen

          30 Jahre lang stand Idriss Deby an der Spitze des Tschad. Der frühere Putschist war für seine Repression von Oppositionellen bekannt. Nun ist er unter unklaren Umständen an der Front im Norden des Landes gestorben.

          Frankreich rüstet Corona-App auf

          Digitaler Gesundheitspass : Frankreich rüstet Corona-App auf

          Die Funktionen der Corona-Warn-App in Frankreich werden bedeutend erweitert. Seit diesem Dienstag sind auf ihr Testergebnisse abrufbar. Und bald soll sie auch eine Eintrittskarte für den Konzert- und Theaterbesuch sein.

          Topmeldungen

          Impfstoff in alle Welt: Helferin in einem Impfzentrum in Belgrad, wo das russische Vakzin Sputnik V und AstraZeneca verimpft werden.

          Frankenberger fragt : Machen die Autokratien es besser, Herr Schulz?

          Autoritär oder diktatorisch regierte Länder bekämen die Coronakrise besser in den Griff, heißt es mitunter. Ein fataler Fehlschluss, entgegnet der frühere EU-Parlamentspräsident und SPD-Vorsitzende Martin Schulz energisch.
          Weitgehende Maskenpflicht: In ganz Paris muss der Mund-Nasen-Schutz getragen werden.

          Digitaler Gesundheitspass : Frankreich rüstet Corona-App auf

          Die Funktionen der Corona-Warn-App in Frankreich werden bedeutend erweitert. Seit diesem Dienstag sind auf ihr Testergebnisse abrufbar. Und bald soll sie auch eine Eintrittskarte für den Konzert- und Theaterbesuch sein.
          Leiden unter der Bewegungslosigkeit im Lockdown: Kinder und Jugendliche

          Gefahren eines Sport-Lockdowns : Tod im Sessel

          Ein weiterer Lockdown im Sport, sagt Sportmediziner Perikles Simon, werde die fatalen Folgen für Alt und Jung erweitern. Er beklagt die Kurzsichtigkeit der Politik, einen Kotau der Verbände und fordert eine Risikoabwägung.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.