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Islamistischer Terror : Gegenwartsgefahren

Deutschland darf sich nicht der Illusion hingeben, die Bedrohungen, die ihren Ursprung in einem aufgewühlten Nahen und Mittleren Osten haben, machten um uns einen großen Bogen. Tun sie nicht.

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          Banal, aber auf tragische Weise allzu wahr: Alles hängt miteinander zusammen. Das Geschehen in Syrien und im Irak verschärft die regionale Spannung. Schon zieht Saudi-Arabien, das die Aufständischen in Syrien unterstützt, aber jede Unterstützung der Dschihadisten im Irak bestreitet, Zehntausende Soldaten an der Grenze zum Irak zusammen. Aus Furcht vor dem völligen Zusammenbruch der Ordnung im Nachbarland oder vor einem offenen Eingreifen Irans?

          Auch Europa spürt die Verschärfung der nahöstlichen Konflikte: Immer mehr Leute suchen ihr Heil in waghalsiger Flucht über das Mittelmeer. Und amerikanische Behörden sehen wieder eine größere Terrorgefahr; die Sicherheitsvorkehrungen für Flüge über den Atlantik wurden erhöht.

          Den Terror hat Präsident Obama neulich als größte direkte Bedrohung der Vereinigten Staaten bezeichnet. Auch Deutschland darf sich nicht der Illusion hingeben, die Bedrohungen, die ihren Ursprung in einem aufgewühlten, fanatisierten und schlecht regierten Nahen und Mittleren Osten haben, machten um uns einen großen Bogen. Tun sie nicht.

          Klaus-Dieter Frankenberger
          Redakteur in der Politik.

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