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Islamismus : Imam gab Tips zum Schlagen von Frauen

  • Aktualisiert am

Verschleierte Musliminnen - häufig Opfer von Gewalt Bild: AP

Ein Imam der südspanischen Stadt Fuengirola mußte wegen Erklärungen zum Schlagen von Frauen eine 15 Monate dauernde Haftstrafe antreten. Er hatte in einem Buch Tips gegeben, wie man Frauen schlägt, ohne blaue Flecken zu hinterlassen.

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          Ein Imam der südspanischen Stadt Fuengirola hat wegen Erklärungen zum Schlagen von Frauen eine 15 Monate dauernde Haftstrafe angetreten.

          Der Imam Mohamed Kamal Mostafa hatte in einem Buch Tipps gegeben, wie man Frauen schlägt, ohne blaue Flecke zu hinterlassen, berichtete die spanische Tageszeitung „El País“ in ihrer Internet-Ausgabe am Dienstag.

          Ein Gericht hatte ihn deshalb zu 15 Monaten Haft verurteilt. Normalerweise werden in Spanien Haftstrafen bis zu zwei Jahren zur Bewährung ausgesetzt, wenn die Verurteilten bisher nicht vorbestraft waren. In diesem Fall hatte das Gericht den Imam jedoch als „sozial gefährlich“ eingestuft, weshalb das Urteil vollstreckt werden müsse.

          „Habe nur den Koran übersetzt“

          Imam Mohamed Kamal Mostafa erklärte vor Antritt seiner Gefängnisstrafe erneut, er habe nicht zum Mißhandeln von Frauen aufgerufen, sondern lediglich den Koran übersetzt. Der Richterspruch sei ein Urteil gegen den Koran. Mehrere islamische Organisationen in Spanien haben dagegen die religiösen Motive des Imams zurückgewiesen. Der Koran rechtfertige keine Schläge gegen Frauen, so die Vereinigungen.

          Britische Muslime wollen Scharia-Gerichte

          Die britische Tageszeitung „The Guardian“ berichtete unterdessen, daß die Mehrheit der britischen Muslime sich einer Umfrage nach islamische Gerichtshöfe wünscht. 61 Prozent der befragten 500 Muslime sprachen sich dafür aus, daß solche Gerichte nach den Prinzipien des Islamrechts Scharia urteilen sollten, meldete die am Dienstag.

          Allerdings dürften die Strafen „nicht dem britischen Recht zuwiderlaufen“. Zudem votierten 88 Prozent der Befragten dafür, daß in Schulen und an Arbeitsplätzen Gebetszeiten für Muslime als Teil des normalen Arbeitstages eingeräumt werden.

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