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Iranischer Präsident : Rohani: Iran keine Bedrohung und Trump ein „Anfänger“

  • Aktualisiert am

„Nieder mit den USA“: Vor diesen Postern hält ein Mädchen in Teheran ein Porträt von Ayatollah Ruhollah Khomeini in die Höhe. Bild: EPA/REX/Shutterstock

Am Jahrestag der Revolution findet der iranische Präsident Rohani wenig freundliche Worte für Donald Trump. Er kündigte eine konsequente Antwort auf amerikanische Drohungen an.

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          Der iranische Präsident Hassan Rohani hat den amerikanischen Präsidenten Donald Trump als „Anfänger“ bezeichnet und die amerikanische Iran-Politik scharf kritisiert. „Wir wollen keine Spannungen, sind keine Bedrohung, werden aber Drohungen und Respektlosigkeit nicht dulden“, sagte Rohani am Freitag. In den Vereinigten Staaten seien „einige Newcomer“ an der Macht, so der Präsident in einer Rede zum 38. Jahrestag der islamischen Revolution.

          Iran werde absurde Unterstellungen und Drohungen aus Amerika „rational“ beantworten. Trump solle aber wissen, dass Teheran in den vergangenen 38 Jahren auf Drohungen stets konsequent reagiert habe, warnte Rohani. Man werde sich von Trump nichts vorschreiben lassen. „Wir sind unabhängig und werden es auch weiterhin bleiben.“ Die iranische Präsidentenwahl im Mai werde Trump das abermals in demokratischer Form beweisen.

          Das Verhältnis zwischen beiden Staaten hat sich mit Trumps Amtsantritt erheblich verschlechtert. Nach einem iranischen Raketentest hatte das Weiße Haus die Regierung in Teheran nach eigenen Worten „verwarnt“.

          Schon am Donnerstagabend hatte Rohani vor ausländischen Diplomaten betont, dass Iran den Terrorismus nicht – wie von Trump behauptet – unterstütze, sondern ihn seit Jahren mit allen Mitteln bekämpfe. Außerdem habe das Land bei den Atomverhandlungen bewiesen, dass es politische Differenzen auflösen wolle und könne.

          In Iran haben am Freitag die Feiern zum 38. Jahrestag der islamischen Revolution begonnen. Im Februar 1979 hatte ein Aufstand unter Revolutionsführer Ajatollah Ruhollah Chomeini zum Zusammenbruch der Monarchie geführt. Dieses Jahr sollen die Demonstrationen besonders Kritik an der Politik von Präsident Trump sichtbar werden lassen. Hunderttausende Menschen gingen auf die Straße. In Teheran trugen Demonstranten Spruchbänder mit der Aufschrift „Tod Amerika“  und verbrannten amerikanische Flaggen.

          Viele Iraner haben allerdings über soziale Netzwerke gefordert, dass keine Flaggen verbrannt werden sollten. Ihrer Ansicht nach haben viele Amerikaner gemeinsam dafür gesorgt, dass der von Trump verordnete Einreisestopp für Iraner ausgesetzt wurde. Aus Dankbarkeit sollten die iranischen Proteste daher nur gegen die Regierung in Washington, nicht aber gegen das amerikanische Volk gerichtet sein.

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