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Irans Militäreinheit : Was sind die Al-Quds-Brigaden?

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Die Al-Quds-Brigaden sind Teil der Iranischen Revolutionsgarden (hier bei einer Parade im September 2018 in Teheran. Bild: AFP

Wenn Irans Militär im Ausland tätig ist, sind die Al-Quds-Brigaden dabei. Offiziell wollen sie Iran-nahen Kräften beistehen. Westliche Beobachter werfen ihnen Terrorismus vor – genau wie ihrem nun getöteten Anführer.

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          Die Al-Quds-Brigaden der iranische Revolutionsgarden (IRGC) sind de facto die Militäreinheit Irans im Ausland, insbesondere in der islamischen Welt. Nach Ahmad Wahidi übernahm Ende der neunziger Jahre der nun getötete Qassem Soleimani das Kommando der Einheit. Ihre offizielle Aufgabe ist es, die Iran nahestehenden politische Gruppen im Ausland zu unterstützen – hauptsächlich gegen islamischen Terrorismus etwa des „Islamischen Staats“ (IS) in Syrien und im Irak. Der Name leitet sich von der arabischen Bezeichnung für Jerusalem ab.

          Der Westen warf der Al-Quds vor, militärisch die politischen Interessen Irans in den islamischen Ländern umsetzen zu wollen sowie terroristische Aktionen im Ausland ausgeführt zu haben.

          Die Al-Quds-Brigaden unterstützten auch die Kurden im Irak gegen den damaligen Machthaber Saddam Hussein sowie Teile der afghanischen Nordallianz gegen die islamistischen Taliban. Die Quds-Einheit ist dem obersten iranischen Führer, Ajatollah Ali Chamenei, unterstellt, dem die Verfassung in allen strategischen Belangen das letzte Wort gibt.

          Die Revolutionsgarden verfügen über eine eigene Marine, Luftwaffe und Heereseinheiten. Die Al-Quds-Einheit soll offiziell 5000 Soldaten haben, aber nach Ansicht von Beobachtern sind es weitaus mehr. Besonders für den Einsatz in Syrien gegen den IS und für den syrischen Präsidenten Baschar al Assad wurden neben Iranern auch Freiwillige aus Afghanistan und dem Libanon rekrutiert. Außerdem arbeitet Al-Quds auch eng mit der Schiitenmiliz Hizbullah in Südlibanon zusammen, die sie in den achtziger Jahren mitgegründet hatte.

          Das Gesicht der Al-Quds war stets Qassem Soleimani. Was nach Soleimanis Tod nun aus der Truppe wird, ist fraglich. Einen geeigneten Nachfolger für ihn zu finden wird für die iranische Führung nicht einfach sein. Soleimani war nicht nur bei der iranischen Führung geschätzt und geachtet, sondern auch bei den Reformern und sogar bei Oppositionskräften im Land, die nicht immer mit den Entscheidungen der IRGC einverstanden waren.

          Soleimani kam 1957 in Kerman in Südostiran zur Welt. Schon in seinen jungen Jahre war er gegen die Monarchie in Iran und unterstützte die von Ajatollah Ruhollah Chomeini geleitete islamische Bewegung. Nach der Revolution 1979 wurde er Mitglied der neu gegründeten IRGC, die de facto als zweite Streitmacht des Landes neben der klassischen Armee agieren sollte. Schon während des acht Jahre währenden Krieges gegen den Irak (1980-88) spielte er eine bedeutende Rolle bei der Bekämpfung des Regimes von Saddam Hussein. Danach war er sowohl in Afghanistan, Libanon und im Irak als Militärstratege tätig.

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