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Drohung Donald Trumps : Irans Außenminister bezeichnet Sanktionen als „unmenschlich“

  • Aktualisiert am

Der iranische Außenminister Muhammad Dschawad Zarif im September in Moskau Bild: AP

Muhammad Dschawad Zarif, Außenminister Irans, beschuldigt den amerikanischen Präsidenten mit neuen Sanktionen gezielt die Bevölkerung ins Visier zu nehmen. Das sei „wirtschaftlicher Terrorismus“.

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          Der iranische Außenminister hat die Anweisung des amerikanischen Präsidenten Donald Trump zur Verschärfung der Sanktionen gegen Iran scharf verurteilt. Mit der Entscheidung, die Strafmaßnahmen gegen Teheran „bedeutend“ zu verstärken, ziele Trump bewusst auf die iranische Zivilbevölkerung, erklärte Muhammad Dschawad Zarif am Donnertag über Twitter. „Das ist wirtschaftlicher Terrorismus, illegal und unmenschlich“, fügte der iranische Chefdiplomat hinzu.

          Vier Tage nach den Angriffen auf wichtige Ölanlagen in Saudi-Arabien am Samstag hatte Trump am Mittwoch via Twitter erklärt, er habe Finanzminister Steven Mnuchin angewiesen, die Sanktionen gegen den zu verstärken. Außenminister Mike Pompeo hat Iran direkt für die Angriffe verantwortlich gemacht, zu denen sich zuvor die schiitischen Houthi-Rebellen im Jemen bekannt hatten. Iran hat die Vorwürfe zurückgewiesen und jede Beteiligung Irans bestritten. Die Angriffe haben die Sorge vor einer militärischen Eskalation im Nahen Osten befeuert.

          Die amerikanische Regierung hat bereits weitgehende Sanktionen gegen iranische Banken, Unternehmen der Öl- und Gas-Branche, das Waffenprogramm des Landes sowie führende Vertreter von Regierung und Militär verhängt. Es war daher zunächst nicht klar, welche zusätzlichen Sanktionen Trump nun vorschweben.

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