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Nach Brand : Iranisches Marineschiff im Persischen Golf gesunken

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Die „Charg“, eines der größten Marineschiffe Irans, ist nach einem Brand am 2. Juni im Persischen Golf gesunken. Bild: Reuters

Nach einem Brand ist eines der größten Schiffe der iranischen Marine gesunken. Die Ursache ist noch unklar. Teheran hat eine Untersuchung eingeleitet. Der Fall erinnert an eine Serie mysteriöser Explosionen im Golf von Oman.

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          Ein Schiff der iranischen Marine ist nach einem Brand im Persischen Golf gesunken. Das gab die iranische Marine am Mittwoch der Nachrichtenagentur Isna zufolge bekannt. Alle Maßnahmen, um das Schiff „Charg“ zu retten, seien gescheitert. Das Schiff befand sich vor dem Brand vor der Golf-Insel Dschask und sei der Marine zufolge auch dort gesunken.

          Die genaue Ursache wird nach Angaben von Isna noch untersucht. Die Crew-Mitglieder, laut staatlichen iranischen Staatsmedien rund 400, sollen kurz nach dem Brand von Rettungskräften nach Dschask gebracht worden sein. Verletzte habe es bei dem Vorfall nicht gegeben, so die Nachrichtenagentur Tasnim. Satellitenfotos, die von der Nachrichtenagentur Associated Press analysiert wurden, zeigten die Charg vor bis Dienstagvormittag um 11 Uhr ohne Anzeichen eines Feuers.

          Iran gab keine Erklärung für das Sinken des Schiffes ab. In den vergangenen Jahren trafen wiederholt Unglücke die iranische Marine. Am 28. Januar 2018 sank im Kaspischen Meer die Fregatte Damawand, und am 10. Mai 2020 versenkte bei einer Übung eine versehentlich von der Fregatte Dschamaran abgegebene Rakete das Versorgungsschiff Konarak, wobei 19 Marinesoldaten getötet wurden.

          Für „Terrorangriffe“ durch Haftminen gegen iranische Handelsschiffe macht Teheran Israel verantwortlich. Seit Februar wurden mehrere solcher Vorfälle im Mittelmeer und im Roten Meer bekannt, etwa gegen die Schiffe Emerald und Saviz.

          Neben Sabotage ist auch der schlechte Zustand der oft überalterten iranischen Marineschiffe als Ursache denkbar. Das jüngste Unglück ereignete sich in der Einfahrt in die Straße von Hormuz nahe des iranischen Hafens Dschask. Iran und China haben vereinbart, Dschask zu einem gemeinsam genutzten Marinestützpunkt auszubauen.

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