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Iranische Vergeltung? : Drei Szenarien für den Gegenschlag

In Teheran zünden Menschen am Freitag eine amerikanische Flagge an. Bild: EPA

Noch vor Tagen hatte der Oberste Führer Chamenei getönt, Amerika könne Iran nichts anhaben. Das war falsch. Aber umgekehrt hat auch Teheran viele Möglichkeiten, um Rache zu nehmen.

          3 Min.

          Der iranische Revolutionsführer Ali Chamenei ist der religiöse Führer der schiitischen Internationale. Ihr militärischer Führer und zugleich ein enger Vertrauter Chameneis war Qassem Soleimani. Die Drohung Chameneis, die Tötung Soleimanis werde mit einer „schweren Vergeltung“ gerächt, darf daher nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Denn es steht auch die Glaubwürdigkeit Chameneis auf dem Spiel. Er hatte den amerikanischen Präsidenten Donald Trump noch Ende Dezember wissen lassen, dass die Vereinigten Staaten Iran nichts anhaben könnten.

          Rainer Hermann

          Redakteur in der Politik.

          Die iranische Führung wägt derzeit ohne Frage Optionen ab, wie sie auf die Tötung des Chefs der Al-Quds-Brigaden durch einen amerikanischen Drohnenangriff reagieren soll. Greift sie direkt amerikanische Interessen in der Region an oder aber Verbündete der Vereinigten Staaten? Entschiede sich Teheran für einen direkten Angriff, würde es den Fehdehandschuh, den Präsident Trump Iran hingeworfen hat, aufnehmen und darauf zusteuern, was Trump bisher unter allen Umständen vermeiden wollte: eine Konfrontation am Boden.

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