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Iran : Weitere Tote bei Protesten nach Tod von Mahsa Amini

  • Aktualisiert am

Proteste in Iran Bild: EPA

Offiziellen Angaben zufolge hat sich die Zahl der Getöteten bei den Kundgebungen in Iran weiter erhöht. Menschenrechtsgruppen berichten von Internetblockaden.

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          Bei Protesten in Iran sind in den vergangenen zwei Tagen nach offiziellen Angaben weitere Menschen getötet worden. Nach Angaben iranischer Medien und eines örtlichen Staatsanwalts hat sich die Zahl der Getöteten damit auf acht erhöht. Darunter sollen auch ein Polizist und ein Mitglied einer regierungsnahen Miliz sein.

          Die kurdische Menschenrechtsorganisation Hengaw teilte jedoch mit, zehn Demonstranten seien von iranischen Sicherheitskräften getötet worden, drei davon am Mittwoch. Offizielle iranische Stellen bestreiten dies. Ihren Angaben zufolge haben vermutlich bewaffnete Dissidenten die Demonstranten erschossen. Die Angaben beider Seiten konnten nicht unabhängig überprüft werden.

          Bei den Protesten geht es um den Tod der 22-jährigen Mahsa Amini, die am Freitag in einem Krankenhaus in Teheran gestorben war. Sie war zuvor von der Sittenpolizei festgenommen worden, wegen des Vorwurfs, gegen die strengen Hidschab-Vorschriften verstoßen zu haben.

          Iran unter strengsten Internetbeschränkungen seit 2019

          In sozialen Medien war spekuliert worden, Amini sei geschlagen worden. Innenminister Abdolresa Rahmani Fasli und die Polizei wiesen diese Darstellung zurück. Dennoch leiteten die Behörden Ermittlungen ein. Ajatollah Ali Khamenei hat der Familie Mahsa Aminis nach Angaben eines ranghohen Beraters diese Woche sein Beileid und seinen Schmerz über den Tod der jungen Frau ausgedrückt.

          Die Menschenrechtsgruppe Hengaw und die Beobachtungsstelle für Internetsperren NetBlocks berichten, die Behörden hätten das Internet blockiert. Der Zugang zu Instagram, der einzigen großen Social-Media-Plattform, die Iran normalerweise zulässt, sei eingeschränkt worden. Zudem seien einige Mobilfunknetze abgeschaltet worden. „Iran unterliegt nun den strengsten Internetbeschränkungen seit dem Massaker im November 2019“, teilte NetBlocks mit. 2019 waren bei Protesten gegen steigende Benzinpreise 1500 Menschen getötet worden.

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