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Angebliche Spionage : Iran verurteilt mutmaßliche amerikanische Agenten

  • Aktualisiert am

Ein Gericht in Teheran, hier im Oktober 2016, hat sich mit den Fällen der mutmaßlichen Spione befasst. Bild: Reuters

Schon im Juni waren in Iran 17 Verdächtige inhaftiert worden. Nun verlautete aus Teheran, dass einige der Angeklagten zum Tode verurteilt wurden. Die Iraner sollen für die CIA gearbeitet haben.

          In Iran sind mehrere angebliche Spione des amerikanischen Geheimdienstes CIA zum Tode verurteilt worden. Seit der „erfolgreichen“ Zerschlagung eines CIA-Spionagenetzwerks im Juni seien 17 Verdächtige festgenommen worden, sagte der Leiter der Spionageabwehr des iranischen Geheimdienstministeriums am Montag vor Journalisten in Teheran. Einige von ihnen seien inzwischen zum Tode und andere zu langen Gefängnisstrafen verurteilt worden.

          Iran hatte die Aufdeckung und Zerschlagung des Spionagenetzwerks schon im Juni vermeldet. Nähere Angaben zur Zahl der Spione oder zu ihren Aktivitäten hatte Teheran damals aber nicht gemacht.

          Der Leiter der Spionageabwehr sagte nun, bei allen 17 Verdächtigen handele es sich um Iraner. Sie arbeiteten demnach in „sensiblen und wichtigen Zentren“ in Iran oder in damit verbundenen Privatunternehmen. Sie wurden den Angaben zufolge von der CIA rekrutiert, als sie ein Visum für die Vereinigten Staaten beantragten oder ein älteres Visum erneuern wollten.

          Das Verhältnis zwischen den Vereinigten Staaten und Iran ist derzeit extrem angespannt. Ende Juni hatte der Abschuss einer amerikanischen Aufklärungsdrohne durch die iranischen Revolutionsgarden über der Straße von Hormus fast zu einer militärischen Konfrontation geführt. Der amerikanische Präsident Donald Trump stoppte nach eigenen Angaben erst in letzter Minute einen Vergeltungsangriff.

          Seit Mai gab es zudem mehrere Angriffe auf Tanker in der Region, für die Washington den Iran verantwortlich machte. Teheran wies jede Verantwortung zurück. Am Freitag hatten die Revolutionsgarden den unter britischer Fahne fahrenden Tanker „Stena Impero“ in der Straße von Hormus festgesetzt.

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