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Iran und das Atomprogramm : Die Stunde der Scharfmacher

Allen Warnungen zum Trotz: Auf einer Pressekonferenz in Teheran am Sonntag kündigt die iranische Regierung eine höhere Anreicherung von Uran an. Bild: AP

Im Konflikt über sein Atomprogramm setzt Irans Führung auf dosierte Konfrontation. Bislang geht die Kalkulation nicht auf – drohen weitere Nadelstiche?

          Dschawad Zarif trifft sich regelmäßig mit Vertretern der Denkfabriken und Universitäten seines Landes – auch mit solchen, die zum Lager der Falken in Teheran zählen. Der iranische Außenminister musste sich in den Diskussionsrunden zuletzt scharfe Kritik gefallen lassen, denn angesichts der Politik des „maximalen Drucks“ der Vereinigten Staaten hat sich der Ton geändert. „Maximaler Widerstand“ lautet jetzt die Devise. „Leute wie Zarif, die für das Atomabkommen mit dem Westen standen, sind jetzt geschwächt“, sagt ein iranischer Vertreter, der gut in der Führung seines Landes vernetzt ist und in ein Gespräch nur unter der Bedingung eingewilligt hat, namentlich nicht genannt zu werden. „Die öffentliche Meinung will jetzt eine konfrontative Sprache“, erklärt er. Zarif habe sich dem längst angepasst. Der Gewährsmann aus Teheran glaubt, dass sich auch die Haltung des pragmatischen Lagers in Iran unter dem amerikanischen Druck geändert habe. „Zarif und auch Präsident Hassan Rohani sind zu dem Schluss gekommen, dass der Oberste Führer Ali Chamenei recht hat, wenn er sagt, man könne den Amerikanern nicht trauen.“ Man müsse Europa dazu zwingen, „die iranische Position nicht nur mit Worten, sondern auch mit Taten zu unterstützen“.

          Christoph Ehrhardt

          Korrespondent für die arabischen Länder mit Sitz in Beirut.

          Solche oder ähnliche Sätze bekommen europäische Diplomaten immer wieder von iranischen Gesprächspartnern zu hören. Das Regime scheint zu glauben, dass es mit einer dosierten Verschärfung des Konfliktes um das eigene Atomprogramm die Europäer dazu bewegen kann, dabei zu helfen, den amerikanischen Sanktionsdruck zu mindern. Dass Teheran am Sonntag verkündet hat, Uran über das laut dem Atomabkommen von 2015 erlaubte Maß von 3,67 Prozent anzureichern, ist Ausweis dieser Strategie. Einerseits versicherte Ali Akbar Velayati, ein wichtiger Berater von Revolutionsführer Chamenei, die geplante Erhöhung stehe noch immer im Einklang mit der zivilen Nutzung des Spaltmaterials.

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