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Strategische Zusammenarbeit : Iran sucht sein Heil bei China

Der chinesische Staats- und Parteichef Xi Jinping und Irans Präsident Hassan Rohani im Januar 2016 in Teheran Bild: dpa

Peking nutzt Irans wirtschaftliche Schwäche und bindet das Land durch ein Abkommen stärker an sich. Die Allianz hat auch Folgen für Amerikas Politik in der Golfregion.

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          Findet die angeschlagene Islamische Republik Iran in den Armen der Volksrepublik China die Hilfe, die sie für ihr Überleben braucht? Eine beispiellose wirtschaftliche und militärische Zusammenarbeit mit Peking, so die Hoffnung der iranischen Führung, soll das Land davor bewahren, vor den amerikanischen Sanktionen in die Knie zu gehen. Letzteres ist das Ziel, das der amerikanische Präsident Donald Trump ausgab, als er vor zwei Jahren das Atomabkommen mit Iran aufgekündigt hat.

          Rainer Hermann

          Redakteur in der Politik.

          Die Zeitung „New York Times“ berichtet, China und Iran hätten ein 18 Seiten umfassendes Handelsabkommen ausgehandelt, das die Zusammenarbeit zwischen den beiden Staaten auf eine neue Ebene hebe. Das Dokument, das der Zeitung in seiner „Endfassung“ vom Juni vorliege, sehe chinesische Investitionen von 400 Milliarden Dollar vor, verbilligte iranische Öllieferungen nach China und eine vertiefte militärische Zusammenarbeit. Zudem soll der bilaterale Handel auf 600 Milliarden Dollar verzehnfacht werden, wie es bereits die Abkommen vorsehen, die die beiden Präsidenten Xi Jinping und Hassan Rohani vor vier Jahren in Teheran unterzeichnet hatten.

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