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Konflikt in Straße von Hormuz : Iran stoppt Öltanker im Persischen Golf

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Amerika wirft Iran eskalierendes Verhalten vor

Die Handelsschifffahrt wurde massiv in den Konflikt hineingezogen. Bereits im Mai hatte es erste Berichte über Sabotageakte gegen Handelsschiffe im Golf von Oman gegeben. Mitte Juni kam es dann zu mutmaßlichen Angriffen auf den japanischen Frachter „Kokuka Courageous“ und die zu einer norwegischen Reederei gehörende „Front Altair“, beide Schiffe trugen Schäden davon. Die „Front Altair“ geriet nach Explosionen in Brand, auch der Betreiber der „Kokuka Courageous“ berichtete von zwei Detonationen. Amerika und auch die britische Regierung waren zu dem Schluss gekommen, dass Iran hinter den Vorfällen steckte. Iran wies das zurück.

In der vergangenen Woche hatte dann ein Zwischenfall mit einem britischen Tanker weitere internationale Besorgnis ausgelöst. Britischen Angaben zufolge hatten dort drei iranische Boote versucht, ein britisches Handelsschiff an der Durchfahrt der Meerenge zu hindern. Eine Fregatte zwang sie jedoch zum Abdrehen. Teheran bestritt, in den Vorfall verwickelt zu sein.

Erst am vergangenen Wochenende hatten die Iranischen Revolutionsgarden nach eigenen Angaben ein ausländisches Schiff in der Region festgesetzt. Der Öltanker „Riah“ sei mit angeblich einer Million Liter geschmuggeltem Öl in der Nähe der Straße von Hormuz gestoppt und die zwölf ausländischen Crew-Mitglieder festgenommen worden. Der Einsatz sei im Einklang mit dem Kampf des Irans gegen Ölschmuggel im Persischen Golf erfolgt und vorab mit den zuständigen Behörden und der Justiz koordiniert worden. Unklar ist, wem das Schiff gehört. Die VAE bestritten, dass es von einem Unternehmen aus den Emiraten betrieben werde.

Die betroffene Meerenge im Golf von Oman, die Straße von Hormuz, ist eine der wichtigsten Seestraßen der Welt. Sie verbindet die ölreiche Golfregion mit dem offenen Meer und hat entscheidende Bedeutung für den internationalen Öltransport.

Amerika warf Iran ein eskalierendes Verhalten gegenüber Großbritannien vor. „Uns sind Berichte bekannt, wonach iranische Kräfte einen britischen Öltanker beschlagnahmt haben“, erklärte der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates im Weißen Haus, Garrett Marquis. „Das ist das zweite Mal in etwas mehr als einer Woche, dass das Vereinigte Königreich Ziel eskalierender Gewalt durch das iranische Regime ist.“ Amerika würde weiterhin mit seinen Verbündeten zusammenarbeiten, „um unsere Sicherheit und Interessen gegen das bösartige Verhalten des Iran zu verteidigen“, fügte er hinzu.

Unter dem Vorwurf illegaler Öllieferungen an Syrien liegt seit Anfang des Monats in Gibraltar ein Supertanker an der Kette. Die Öllieferung aus Iran soll gegen EU-Sanktionen gegen Syrien verstoßen. Iran protestierte gegen die Beschlagnahme, bestellte mehrmals den britischen Botschafter ein und forderte, das Schiff sofort weiterfahren zu lassen.

Am Dienstag drohte der oberste iranische Führer Großbritannien mit Konsequenzen. Ein Gericht in Gibraltar hatte zuvor entschieden, dass der iranische Supertanker „Grace 1“ dort noch weitere 30 Tage bis zum 15. August festgehalten werde soll. Der Kapitän und drei weitere Mitglieder der Besatzung wurden vorübergehend festgenommen, aber inzwischen wieder gegen Kaution freigelassen.

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