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Umstrittenes Programm : Iran stellt neue Mittelstreckenrakete vor

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Das von den iranischen Revolutionsgarden zur Verfügung gestellte Bild soll einen Marschflugkörper mit dem Namen „Desful“ zeigen. Bild: EPA

Die iranischen Revolutionsgarden haben eine neue Rakete mit einer Reichweite von 1000 Kilometern enthüllt. Das Raketenprogramm ist international sehr umstritten.

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          Der Iran hat wenige Tage vor dem 40. Jahrestag der islamischen Revolution eine neue Mittelstreckenrakete vorgestellt. Die Boden-Boden-Rakete „Desful“ mit einer Reichweite von 1000 Kilometern sei in einer unterirdischen Fabrik präsentiert worden, meldete die Nachrichtenagentur Isna am Donnerstag. In der Produktionsstätte würden ballistische Raketen für die Revolutionsgarden, eine Eliteeinheit des Militärs, hergestellt. Der Ort der Fabrik wurde geheim gehalten.

          Das iranische Raketenprogramm ist international heftig umstritten. Besonders die Mittelstreckenwaffen gelten als ernsthafte Bedrohung für Irans Erzfeind Israel. Mit einer Reichweite von 2000 Kilometern könnten sie jeden Teil Israels treffen.

          Erst vergangene Woche hatte der Iran einen neuen Marschflugkörper getestet, der eine Reichweite von 1350 Kilometern haben soll. Bis zum 40. Jahrestag der Revolution am kommenden Montag sollen Medienangaben zufolge weitere militärische und technologische Projekte vorgestellt werden.

          Der Iran hat stets betont, dass das Land ungeachtet internationaler Proteste sein Raketenprogramm kontinuierlich fortentwickeln werde. Die UN-Resolution 2231, mit der das Atomabkommen vom UN-Sicherheitsrat angenommen wurde, fordert Teheran zwar zum Verzicht auf Tests von Raketen auf, die mit Atomwaffen bestückt werden können. Raketentests generell werden darin aber nicht verboten.

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