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Konflikt am Golf : Iran soll amerikanische Warnung erhalten haben

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Irans Oberster Führer Ali Chamenei im Mai 2014 vor einem Flugabwehrraketensystem Bild: AP

Via Oman sollen die Vereinigten Staaten Iran eine bevorstehende Militäraktion mitgeteilt haben. Diese könne abgewendet werden, sei das Land zu Gesprächen bereit. Die iranische Antwort war eindeutig.

          Iran hat nach Angaben aus Regierungskreisen in Teheran via Oman in der Nacht zu Freitag eine Vorwarnung der Vereinigten Staaten über einen bevorstehenden Militärangriff erhalten. Der amerikanische Präsident Donald Trump habe in seiner Botschaft mitgeteilt, er wolle keinen Krieg, sondern Gespräche über verschiedene Themen, sagte ein iranischer Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur Reuters am Freitag.

          Für eine Antwort habe Trump der Islamischen Republik eine kurze Frist gesetzt. Die iranische Regierung habe ebenfalls via Oman unmittelbar geantwortet und erklärt, es obliege dem geistlichen und staatlichen Oberhaupt Irans, Ajatollah Ali Chamenei, eine Entscheidung zu treffen.

          Ein zweiter Insider sagte Reuters, Iran habe dem Vertreter Omans gegenüber dargelegt, die Position Chameneis sei, dass er jede Art von Gesprächen mit den Vereinigten Staaten ablehne. Trumps Botschaft werde ihm aber übermittelt, damit er eine Entscheidung treffen könne. Dem Vertreter Omans sei auch mitgeteilt worden, dass jeder Angriff auf Iran regionale und internationale Konsequenzen nach sich ziehen würde.

          Zuvor hatte die „New York Times“ berichtet, nach dem Abschuss einer amerikanischen Aufklärungsdrohne in der Golf-Region durch iranische Revolutionsgarden habe Trump für diesen Freitag Angriffe auf Ziele in Iran genehmigt. Er habe diese aber in letzter Minute nicht ausführen lassen. Die Zeitung berichtete unter Berufung auf Regierungsvertreter, die Angriffe seien für Freitag kurz vor dem Morgengrauen geplant gewesen. Es seien bereits Kampfflugzeuge in der Luft und Schiffe in Position gewesen. Die von Trump gebilligten Angriffe hätten einer Handvoll iranischer Ziele gegolten, etwa Radar- und Raketenstellungen. Ob Trump kurzfristig seine Meinung geändert habe oder ob aus seiner Regierung Bedenken gekommen seien, sei nicht klar, berichtete die Zeitung.

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