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Reaktion auf Trump-Rede : Irans Revolutionsgarde beschleunigt Entwicklung von Raketen

  • Aktualisiert am

Die Entwicklung iranischer Raketen soll intensiviert werden. Bild: dpa

Die iranische Elitetruppe greift in einer Stellungnahme den amerikanischen Präsidenten direkt an. Dessen Äußerungen seien ein Zeichen der „Leichtigkeit seines Gehirns“.

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          Als Reaktion auf die Ankündigung des amerikanischen Präsidenten Donald Trump, einen härteren Kurs gegen Iran zu fahren, will das Land sein Raketensystem schneller ausbauen. „Wir werden den Kampf gegen den Imperialismus und Zionismus fortsetzen und sogar den Ausbau unserer Raketensysteme beschleunigen“, kündigte die Iranische Revolutionsgarde (IRGC) in einer Presseerklärung am Donnerstag an.

          Die absurden Bemerkungen des amerikanischen Präsidenten waren laut IRGC „schurkenhaft und ein Zeichen der Leichtigkeit seines Gehirns“. Für die Wut des amerikanischen Präsidenten auf Iran ist nach Ansicht des IRGC das Scheitern der amerikanischen und Israel-Politik in der Region verantwortlich. Das würden nun sowohl die Vereinigten Staaten als auch Israel der IRGC ankreiden, hieß es bei der Nachrichtenagentur ISNA.

          Trump hatte scharfe Sanktionen gegen die Revolutionsgarden Irans angekündigt, die künftig wie eine Terrororganisation behandelt werden sollen. Die Elitetruppe untersteht direkt dem iranischen Führer Ajatollah Ali Chamenei, der in allen strategischen Belangen des Landes das letzte Wort hat. Der Präsident verweigerte Iran außerdem die Bestätigung, dass das Land die Vereinbarungen aus dem Atomabkommen mit der Weltgemeinschaft einhält.

          Von der Abwendung der Amerikaner könnte Russland profitieren. So will Iran die militärische Zusammenarbeit mit Russland im Syrien-Konflikt weiter ausbauen. „Der Ausbau der militärischen Zusammenarbeit mit Moskau (in Syrien) spielt eine strategische Rolle in der iranischen Außenpolitik“, sagte Verteidigungsminister Amir Hatami am Donnerstag. Die Zusammenarbeit sei auch notwendig, um die Sicherheit in der Region vor Terrorismus zu gewährleisten, so Hatami in einem Telefongespräch mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Schoigu nach Angaben der Nachrichtenagentur ISNA.

          Teheran und Moskau unterstützten im Syrien-Konflikt die Regierung des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad und kämpfen dort auch gemeinsam gegen die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS). Iran hat Russland sogar eine Luftwaffenbasis in der westiranischen Stadt Hamadan für Luftangriffe auf IS-Stützpunkte in Syrien zur Verfügung gestellt. Der Schritt war zwar verfassungswidrig, wurde aber vom Nationalen Sicherheitsrat abgesegnet und zugelassen.

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