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Mord an Ehefrau : Iranischem Spitzenpolitiker droht Hinrichtung

  • Aktualisiert am

Im Juli musste sich Mohamed Ali Nadschafi vor Gericht für den Mord an seiner Ehefrau Mitra verantworten. Ihre Familie könnte auf das Recht auf „Vergeltung“ bestehen. Bild: AFP

Ein Gericht sprach den ehemaligen Bürgermeister von Teheran schuldig. Er soll seine Frau umgebracht haben. Die Familie des Opfer könnte jetzt auf seinen Tod bestehen.

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          Einem iranischen Spitzenpolitiker droht die Hinrichtung, nachdem ihn ein Gericht wegen der Ermordung seiner Ehefrau schuldig gesprochen hat. Das gab Justizsprecher Gholamhussein Ismaeili am Dienstag laut Nachrichtenagentur Isna bekannt. Muhammad Ali Nadschafi hatte im Mai dieses Jahres seine wesentlich jüngere Ehefrau Mitra umgebracht. Nach den islamischen Gesetzen hat die Familie des Opfers nun das Recht zur „Vergeltung“. Sie kann folglich vom Gericht die Todesstrafe für den Täter fordern, aber auch darauf verzichten. Nadschafis Anwalt will zunächst jedoch in Berufung gehen.

          Der Prozess gegen den Reformpolitiker und wirtschaftlichen Berater von Präsident Hassan Ruhani hatte in den vergangenen Wochen die Öffentlichkeit im Iran beschäftigt. Bestätigte Details zu dem Fall gibt es zwar immer noch nicht, aber angeblich soll die Frau Nadschafi mit einem jüngeren Mann betrogen haben.

          Der Mathematik-Professor Nadschafi war in mehreren Regierungen als Wissenschafts- und Bildungsminister tätig und bis März 2018 auch Teherans Bürgermeister. Der 67 Jahre alte Mann galt als enger Vertrauter von Präsident Ruhani und war mit Mitra in zweiter Ehe verheiratet. Das Paar erregte vor dem Vorfall mit romantischen Bildern in den sozialen Medien für Aufsehen.

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