https://www.faz.net/-gpf-a7ac9

Ali Chamenei : Iran pocht nicht auf rasche Rückkehr Amerikas zum Atomabkommen

  • Aktualisiert am

Ajatollah Ali Chamenei, Oberster Führer des Iran, spricht bei einer Sitzung der Task-Force zur Bekämpfung der Corona-Pandemie (Archivbild) Bild: dpa

Logisch ist für den Ajatollah aber die Forderung nach einer Aufhebung der von der amerikanischen Regierung verhängten Sanktionen.

          1 Min.

          Iran dringt nach den Worten von Ajatollah Ali Chamenei nicht auf eine rasche Rückkehr der Vereinigten Staaten zum internationalen Atomabkommen. „Wir bestehen nicht darauf, und wir haben es nicht eilig, dass die USA zu dieser Vereinbarung zurückkehren“, sagte das politische und religiöse Oberhaupt am Freitag in einer im Fernsehen übertragenen Rede.

          Logisch sei aber die Forderung Irans nach einer Aufhebung der von der amerikanischen Regierung verhängten Sanktionen. „Diese brutalen Sanktionen müssen sofort aufgehoben werden.“ Unter dem scheidenden Präsidenten Donald Trump waren die Vereinigten Staaten 2018 einseitig aus dem Abkommen mit Iran von 2015 ausgestiegen. Sein designierter Nachfolger Joe Biden hat sich zur Rückkehr zum Abkommen bereiterklärt, sofern der Iran sich strikt an die Auflagen hält.

          Ziel des Abkommens ist es, die Zeit, die der Iran für den Bau einer Atombombe bräuchte, von zwei bis drei Monaten auf ein Jahr auszudehnen. Zu diesem Zweck wurde die Menge an niedrig angereichertem Uran und der Grad der Anreicherung beschränkt. Im Gegenzug wurden Sanktionen gegen den Iran gelockert. Nachdem die Vereinigten Staaten einseitig das Abkommen aufgekündigt und wieder Strafmaßnahmen ergriffen hatten, hat der Iran – wie angekündigt - beide Grenzen überschritten. Die anderen Unterzeichnerstaaten Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Russland und China haben stets an dem Abkommen festgehalten. Der Iran hat wiederholt erklärt, er könne sich jederzeit wieder an die Auflagen halten. Voraussetzung sei aber eine Aufhebung der Sanktionen.

          Weitere Themen

          Salvini muss vor Gericht

          Festsetzung der „Open Arms“ : Salvini muss vor Gericht

          Der frühere italienische Innenminister Salvini muss sich wegen Freiheitsberaubung und Amtsmissbrauchs verantworten. Er hatte das Rettungsschiff „Open Arms“ an der Hafeneinfahrt gehindert, um andere Staaten zur Aufnahme der Flüchtlinge zu zwingen.

          Topmeldungen

          Bayern können alles: die Münchner Schwulengruppe „Schwuhplattler“ nach einem Auftritt im Reichstagsgebäude.

          K-Frage : Sind wir bereit für einen Bayern im Kanzleramt?

          Vergessen wir mal alle Politik: Wären die Deutschen überhaupt mental bereit für einen Bayern im Kanzleramt? Unser Redakteur hat die Beweise gesichtet.
          Tel Aviv, draußen vor einer Bar, Ende März 2021

          Corona in Israel : Was wollten wir mehr?

          In Israel sind wir jetzt nahezu coronafrei. Aber haben wir die Normalität zurückgewonnen? Ein Rückblick auf das letzte Jahr für mich und mein Land.

          Casa San Antonio Frankfurt : Gestrandet wider Willen

          In der Casa San Antonio kommen Ausländer unter, die in Deutschland arbeiten wollen. Normalerweise leben sie hier nur einige Monate – doch Corona vereitelt ihre Pläne.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.