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Konflikt mit Iran : Washington will Militärpakt für Straße von Hormus

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Der Öltanker „Front Altair“ hat im Golf von Oman nach einem mutmaßlichen Angriff Feuer gefangen. Bild: AFP

Im Juni machte Trump Iran für einen Angriff auf einen Tanker im Golf von Oman verantwortlich. Nun sprechen sich die Vereinigten Staaten für militärische Protektion aus – und suchen Mitstreiter.

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          Die Regierung der Vereinigten Staaten strebt eine internationale Militär-Koalition an, um Schiffe im Golf von Oman zu schützen. Man stünde derzeit mit einer Reihe von Ländern in Kontakt, sagte Marine-General Joseph Dunford. Demnach werde ein Zusammenschluss angestrebt, der es Schiffen erlaube, sich geschützt in der Straße von Hormus zu bewegen.

          In den kommenden Wochen werde man sehen, welche Nationen den politischen Willen hätten, sich der Initiative anzuschließen, so Dunford.

          Washington macht Iran für einen Angriff auf Tanker im Juni verantwortlich. Die Regierung in Teheran weist dies zurück. Die Spannungen haben sich seitdem insbesondere durch den Abschuss einer amerikanischen Drohne durch Iran weiter verschärft. Der Golf von Oman liegt an Wasserstraßen, die für die weltweiten Öl-Lieferungen von zentraler Bedeutung sind.

          Über die Frage, inwiefern das internationale Atomabkommen mit Iran nach dem Teilausstieg der Islamischen Republik noch eine Zukunft hat, beraten am Mittwoch Diplomaten aus 35 Ländern im Gouverneursrat der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA). Beschlüsse des Spitzengremiums sind zwar nicht zu erwarten. Es wird aber davon ausgegangen, dass es einen Appell an Teheran geben wird, die Schritte der vergangenen Tage rückgängig zu machen.

          Spannend wird vor allem, wie sich die Vereinigten Staaten äußern. Das Land ist bereits vor einem Jahr aus dem Abkommen ausgestiegen und hat seitdem drastische Sanktionen gegen Iran eingeführt. Der amerikanische Präsident Donald Trump lehnt die internationale Vereinbarung als ungenügend ab.

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