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Drohung aus Teheran : Iran könnte aus Atomwaffensperrvertrag aussteigen

  • Aktualisiert am

Der iranische Atomreaktor Buschehr Bild: Reuters

Iran macht im Atomstreit weiter Druck. Sollte das Land seine Drohung tatsächlich umsetzen, müsste es sich an keine international anerkannten Atomvorschriften mehr halten.

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          Iran hat für den Fall eines Scheiterns des Atomabkommens mit Konsequenzen bis hin zu einem Ausstieg aus dem Atomwaffensperrvertrag gedroht. „Wir werden in dem Fall natürlich die Zusammenarbeit mit der Internationalen Energiebehörde (IAEA) stufenweise revidieren“, sagte der Sprecher der iranischen Atomorganisation, Behrus Kamalwandi, am Samstag.

          Zunächst würde Iran laut Kamalwandi der Wiener Behörde mitteilen, dass er seine Verpflichtungen aus dem Atomdeal nicht mehr erfüllen werde. Danach würde das Land dann auch das IAEA-Zusatzprotokoll verlassen. „Im Notfall könnte Iran auch aus dem Atomwaffensperrvertrag aussteigen (...) das jedoch müsste von höchster Stelle entschieden werden“, so der Sprecher laut Nachrichtenagentur Isna.

          Laut Kamalwandi will Iran aber grundsätzlich weiterhin am Atomdeal festhalten. Der amerikanische Präsident Donald Trump hatte das Abkommen gegen den Widerstand der europäischen Partner aufgekündigt.

          Ohne die Verpflichtungen des Wiener Atomabkommens von 2015, würde der kurzfristig sein Nuklearprogramm – besonders die Urananreicherung – ohne die Limitierung in dem Abkommen wieder aufnehmen. Damit wäre das Land zumindest technisch wieder in der Lage, an Atomwaffen zu bauen. Ohne das IAEA-Zusatzprotokoll würde Teheran die Inspektionen der Wiener UN-Behörde limitieren. Ohne den Atomwaffensperrvertrag würde sich der Gottesstaat an keine der international anerkannten Atomvorschriften mehr halten.

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