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Irans Präsident : Rohani fordert Muslime zu Einigkeit gegen Amerika auf

  • Aktualisiert am

Der iranische Präsident Hassan Rohani im August im iranischen Parlament Bild: AFP

Hassan Rohani hat sich mit einem Aufruf an die Muslime in aller Welt gewandt und sie davor gewarnt, „rote Teppiche für Kriminelle auszurollen“. Damit bezog er sich auf die Vereinigten Staaten – und einen Erzrivalen in der Region.

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          Irans Präsident Hassan Rohani hat die Muslime weltweit dazu aufgerufen, sich gegen die Vereinigten Staaten zu vereinen. „Sich dem von Amerika angeführten Westen unterzuordnen, wäre Verrat an unserer Religion ... und an den zukünftigen Generationen dieser Region“, sagte Rohani am Samstag auf einer internationalen Konferenz über die islamische Einheit in Teheran.

          Man habe die Wahl, „entweder rote Teppiche für Kriminelle auszurollen“ oder sich entschieden gegen Ungerechtigkeit zu stellen und dem Islam treu zu bleiben, sagte er offenbar mit Blick auf den Erzrivalen Saudi-Arabien und dessen Verbundenheit mit den Vereinigten Staaten.

          Iran sei bereit, die Interessen des saudischen Volkes gegen Terrorismus, Aggression und die Supermächte zu verteidigen. „Und wir verlangen nicht 450 Milliarden Dollar dafür“, ergänzte Rohani in Anspielung auf amerikanische Wirtschaftsverträge mit Saudi-Arabien.

          Die Beziehungen zwischen Iran und den Vereinigten Staaten sind schwer belastet. Der amerikanische Präsident Donald Trump hat das 2015 geschlossene Abkommen zur Begrenzung des iranischen Nuklearprogramms im Mai einseitig aufgekündigt, weil er es für unzureichend hält. Er setzte auch frühere Sanktionen gegen das Land wieder in Kraft. 

          Anfang des Monats verhängten die Vereinigten Staaten zudem neue Sanktionen gegen Iran. Die amerikanische Regierung will die Führung in Teheran damit zu Neuverhandlungen über ein wesentlich strengeres Abkommen über ihr Atom- und Raketenprogramm zwingen. Außerdem wirft sie Iran vor, Gewalt und Terror in der Region zu schüren und verlangt einen Kurswechsel in der Außenpolitik.

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