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Atomverhandlungen mit Iran : Zeit erkauft

Nur noch Kameras inspizieren die Urananreicherungsanlage in Natans. Bild: dpa

Die Einigung mit Teheran nährt die Hoffnung, dass die Verhandlungen im Atomstreit doch noch bis zur iranischen Präsidentenwahl abgeschlossen werden könnten.

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          Auf dem langen Weg zur Wiederherstellung des Atomabkommens mit Iran aus dem Jahr 2015 haben die Akteure einen wichtigen Zwischenerfolg erzielt, der die Hoffnung nährt, dass die Verhandlungen in Wien doch noch vor der iranischen Präsidentenwahl am 18. Juni abgeschlossen werden können. Ohne die Einigung mit Iran, die die Internationale Atomenergieagentur (IAEA) am Montag bekanntgab, wären die Aufnahmen aus den iranischen Atomanlagen in den vergangenen drei Monaten gelöscht worden.

          Da die Inspektoren seit Februar keinen direkten Zugang mehr zu ihnen haben, sind sie die letzte verbliebene Kontrollmöglichkeit. Die IAEA kann diese Aufnahmen aber erst nach einer Einigung bei den Wiener Verhandlungen einsehen.

          Kontrolle der Atomanalgen nur noch über Kameras

          Nun haben die Diplomaten Zeit gewonnen. Iran verpflichtet sich, die Aufnahmen über die jetzt abgelaufene Frist hinaus einen weiteren Monat zu speichern und sie dann gegebenenfalls freizugeben. Die bis jetzt gemachten Aufnahmen werden nicht, wie angedroht, gelöscht. Damit können die Verhandlungen in dieser Woche fortgesetzt werden.

          Das wird dadurch möglich, dass in Iran selbst die Hardliner an einem Abkommen – und damit Sanktionserleichterungen – interessiert sind. Auch deshalb hat sich Iran beim jüngsten Krieg zwischen den Palästinensern und Israel zurückgehalten. Denn bis zu den Radikalen hat sich herumgesprochen, dass für die Iraner ein Ende der Wirtschaftskrise ungleich wichtiger ist als Raketen auf Israel.

          Rainer Hermann
          Redakteur in der Politik.

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