https://www.faz.net/-gpf-9iw75

Spionagefall : Iran dementiert Verbindungen zu Bundeswehrberater

  • Aktualisiert am

Abzeichen der Nato-Mission „Resolute Support“ auf der Uniform eines Bundeswehrsoldaten im Feldlager Camp Marmal in Afghanistan Bild: dpa

Iran bestreitet, Kontakte zu einem deutsch-afghanischen Bundeswehrberater zu haben. Dieser war in der vergangenen Woche wegen des Verdachts der Spionage in Deutschland festgenommen worden.

          Iran hat dementiert, Verbindungen zu einem aus Afghanistan stammenden Bundeswehr-Angehörigen zu haben, der für Teheran spioniert haben soll. Es gebe keinerlei Bezug zu dem besagten Mililtärberater, zitierte die staatliche Nachrichtenagentur Irna am Samstag einen Sprecher des iranischen Außenministeriums. Die Festnahme des landeskundlichen Beraters der Truppe sei indes Teil der Bestrebungen, die Beziehungen zwischen der Europäischen Union (EU) und der Islamischen Republik zu beeinträchtigen.

          Die Bundesanwaltschaft hatte den 50 Jahre alten Sprachauswerter der Bundeswehr am Dienstag im Rheinland festnehmen lassen. Abdul Hamid S. sei dringend verdächtig, Erkenntnisse an einen iranischen Geheimdienst weitergegeben zu haben, erklärte die Behörde in Karlsruhe. Die Bundeswehr nutzt im Einsatz häufig gebürtige Afghanen als Dolmetscher und kulturelle Vermittler, die die Soldaten auf Patrouillen begleiten und ihnen die Verständigung mit den Einheimischen ermöglichen. „Spiegel Online“ berichtete, der Verdächtige habe seit mehreren Jahren für den iranischen Geheimdienst gearbeitet und Zugang zu sensiblen Informationen der Truppe gehabt. Der Haftbefehl gegen ihn war bereits am 6. Dezember des vergangenen Jahres erlassen worden.

          Die Geheimdienste in Deutschland und Europa warnen seit längerem vor einer zunehmenden Spionage durch den Iran und Cyber-Attacken. In Deutschland ist der Iran laut dem Bundesverfassungsschutz vor allem durch den MOIS, das „Ministry of Intelligence“, nachrichtendienstlich tätig.

          Weitere Themen

          Tillerson keilt gegen Trump

          Ehemaliger Außenminister : Tillerson keilt gegen Trump

          Mehr als ein Jahr nach seiner Entlassung spricht Trumps ehemaliger Außenminister Rex Tillerson im Kongress über seine Amtszeit. Dabei erhärtet er eine Sorge vieler Beobachter.

          Theresa May kämpft mit den Tränen Video-Seite öffnen

          Während der Rücktrittsrede : Theresa May kämpft mit den Tränen

          May werde als Parteichefin der Konservativen am 7. Juni zurücktreten, nachdem es ihr nicht gelungen sei, das Parlament von ihrem Brexit-Abkommen zu überzeugen, sagte sie in der Downing Street in London. Mit dem Rücktritt vom Parteivorsitz gibt May auch ihr Amt als Regierungschefin auf – ihr Nachfolger im Amt als Parteivorsitzender wird dann auch Premierminister.

          Blaues Wunder

          Fraktur : Blaues Wunder

          Bist du deppert: Machtbesoffenheit gibt es nicht nur in Österreich!

          Theresa May tritt zurück Video-Seite öffnen

          Der Druck war zu groß : Theresa May tritt zurück

          Großbritanniens Premierministerin Theresa May hat ihren Rücktritt bekanntgegeben. Sie werde als Parteichefin der Konservativen am 7. Juni zurücktreten, nachdem es ihr nicht gelungen sei, das Parlament von ihrem Brexit-Deal zu überzeugen, sagte May in London. Damit gibt sie auch ihr Amt als Regierungschefin auf.

          Topmeldungen

          Ein Vapiano Restaurant in der Münchner Innenstadt

          30 Millionen Euro : Vapiano erhält dringend benötigte Kredite

          Vapiano verkündete zuletzt eine schlechte Nachricht nach der anderen: Gewinnwarnungen, Abgänge von Spitzenpersonal, tiefrote Zahlen. Jetzt hat sich die angeschlagene Restaurantkette eine wichtige Geldspritze gesichert.

          Ehemaliger Außenminister : Tillerson keilt gegen Trump

          Mehr als ein Jahr nach seiner Entlassung spricht Trumps ehemaliger Außenminister Rex Tillerson im Kongress über seine Amtszeit. Dabei erhärtet er eine Sorge vieler Beobachter.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.