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Spionagefall : Iran dementiert Verbindungen zu Bundeswehrberater

  • Aktualisiert am

Abzeichen der Nato-Mission „Resolute Support“ auf der Uniform eines Bundeswehrsoldaten im Feldlager Camp Marmal in Afghanistan Bild: dpa

Iran bestreitet, Kontakte zu einem deutsch-afghanischen Bundeswehrberater zu haben. Dieser war in der vergangenen Woche wegen des Verdachts der Spionage in Deutschland festgenommen worden.

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          Iran hat dementiert, Verbindungen zu einem aus Afghanistan stammenden Bundeswehr-Angehörigen zu haben, der für Teheran spioniert haben soll. Es gebe keinerlei Bezug zu dem besagten Mililtärberater, zitierte die staatliche Nachrichtenagentur Irna am Samstag einen Sprecher des iranischen Außenministeriums. Die Festnahme des landeskundlichen Beraters der Truppe sei indes Teil der Bestrebungen, die Beziehungen zwischen der Europäischen Union (EU) und der Islamischen Republik zu beeinträchtigen.

          Die Bundesanwaltschaft hatte den 50 Jahre alten Sprachauswerter der Bundeswehr am Dienstag im Rheinland festnehmen lassen. Abdul Hamid S. sei dringend verdächtig, Erkenntnisse an einen iranischen Geheimdienst weitergegeben zu haben, erklärte die Behörde in Karlsruhe. Die Bundeswehr nutzt im Einsatz häufig gebürtige Afghanen als Dolmetscher und kulturelle Vermittler, die die Soldaten auf Patrouillen begleiten und ihnen die Verständigung mit den Einheimischen ermöglichen. „Spiegel Online“ berichtete, der Verdächtige habe seit mehreren Jahren für den iranischen Geheimdienst gearbeitet und Zugang zu sensiblen Informationen der Truppe gehabt. Der Haftbefehl gegen ihn war bereits am 6. Dezember des vergangenen Jahres erlassen worden.

          Die Geheimdienste in Deutschland und Europa warnen seit längerem vor einer zunehmenden Spionage durch den Iran und Cyber-Attacken. In Deutschland ist der Iran laut dem Bundesverfassungsschutz vor allem durch den MOIS, das „Ministry of Intelligence“, nachrichtendienstlich tätig.

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