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Abschuss der Boeing 737 : Iran gibt Fehler zu

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Eine Boeing 737 wie auf diesem Bild stürzte im Januar nahe Teheran ab. Bild: AFP

Anfang Januar erhöht der Abschuss eines Flugzeugs die Spannungen zwischen Iran und Amerika. Jetzt machen Iranische Ermittler ein falsch ausgerichtetes Raketenschild verantwortlich.

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          Iranische Ermittler haben ihre Erkenntnisse über den Abschuss des ukrainischen Passagierflugzeugs zu Jahresbeginn veröffentlicht: Ein Raketenschild sei falsch ausgerichtet gewesen und zwischen Soldaten und deren Vorgesetzten sei es zu Absprachefehlern gekommen, schrieb die iranische Luftfahrtbehörde in einem am späten Samstag veröffentlichten Bericht. Die Revolutionsgarde hatte die Boeing 737 der Gesellschaft Ukrainian International Airlines am 8. Januar versehentlich abgeschossen. Alle 176 Menschen an Bord wurden getötet.

          Der Abschuss des Fliegers geschah in der gleichen Nacht, in der die Islamische Republik mit Raketenangriffen amerikanische Soldaten im Irak ins Visier nahm. Dies war ein Vergeltungsschlag für einen vorherigen Drohnenangriff der Amerikaner in Bagdad, während dem der hochrangige iranische General Qassem Soleimani getötet wurde.

          Der Bericht ging auf mehrere Momente ein, in denen ein Abschuss des Flugs PS752 hätte verhindert werden können. Das Flugabwehrraketensystem sei von einem Ort zum anderen verlegt worden und danach nicht richtig ausgerichtet worden. Außerdem hätten die zuständigen Soldaten am Abwehrschild nicht mit ihrem Kommandozentrum kommunizieren können. Sie hätten die Passagiermaschine irrtümlich als Gefahr ausgemacht und zweimal darauf geschossen, ohne die Erlaubnis von höheren Offizieren zu haben. Ohne diese Situationen „wäre das Flugzeug nicht als Ziel anvisiert worden“, hieß es in dem Bericht.

          Die ukrainische Maschine habe bis zum Start der Abwehrraketen nichts Ungewöhnliches getan. „Als die erste Rakete abgefeuert wurde, flog das Flugzeug in normaler Höhe und Flugbahn“, schrieben die iranischen Ermittler.

          Westliche Geheimdienstler und Analysten vermuten, dass Iran die Maschine mit dem in Russland hergestellten Abwehrsystem Tor abschoss. 2017 kaufte Iran 29 Einheiten im Wert von umgerechnet etwa 620 Millionen Euro. Das System wird auf einem Militärfahrzeug installiert, neben einem Radar besteht es aus acht Raketen.

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