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Iran : Attentäter von Teheran waren Landsleute

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Zwei iranische Polizisten stehen am 7. Juni 2017 vor dem Parlament in Teheran, das zuvor von bewaffneten Männern gestürmt worden war. Bild: dpa

Iranische IS-Anhänger sollen für die Terrorattacken in der eigenen Hauptstadt verantwortlich sein. Trump verurteilt die Anschläge, schickt aber zugleich eine Warnung an das Land.

          Die Selbstmordattentäter von Teheran waren nach Angaben der Regierung Iraner. Sie hätten sich der Extremistenmiliz „Islamischer Staat“ (IS) angeschlossen gehabt, sagte der stellvertretende Vorsitzende des Nationalen Sicherheitsrats, Reza Seifollhai, am Mittwoch im staatlichen Fernsehen. Die Attentäter hatten das Parlament und das Grabmal von Revolutionsführer Ajatollah Ruhollah Chomeini angegriffen. Dabei starben nach Angaben der Behörden zwölf Menschen.

          Der IS hatte sich am Mittwoch selbst der Taten bezichtigt, die von fünf Kämpfern ausgeführt worden seien. Zudem hatten die Miliz mit weiteren Attentaten in dem Land gedroht. Es ist das erste Mal, dass die sunnitische Extremistengruppe im Iran einen großen Anschlag verübte. Die Revolutionsgarden gaben Saudi-Arabien und den Vereinigten Staaten eine Mitschuld und kündigten Rache an.

          Der amerikanische Präsident Donald Trump hat die Anschläge im Iran verurteilt, zugleich aber eine Warnung an das Land ausgesprochen. „Wir trauern und beten für die unschuldigen Opfer der Terroranschläge im Iran und für das iranische Volk, das durch herausfordernde Zeiten geht“, teilte Trump am Mittwoch in einer kurzen Erklärung mit. Zugleich wolle er aber betonen, dass „Staaten, die den Terrorismus fördern“, es riskierten, „selbst Opfer des Bösen zu werden, das sie fördern“. Trump wirft dem Iran seit Langem vor, den Terrorismus zu unterstützen.

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