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Letzte IS-Hochburg im Irak : Irakische Regierung erklärt Tal Afar für befreit

  • Aktualisiert am

Irakische Streitkräfte am 30. August beim Vormarsch auf den Norden Tal Afars Bild: AFP

Im Kampf gegen die IS-Terrormiliz hat die irakische Armee einen wichtigen Sieg errungen. Mit Tal Afar verlieren die Dschihadisten einen ihrer letzten Rückzugsorte.

          Rund zehn Tage nach Beginn einer Offensive auf die IS-Bastion Tal Afar hat die irakische Regierung die Stadt im Norden des Landes für befreit erklärt. Die gesamte Provinz Niniveh sei damit unter Kontrolle der Regierungstruppen, erklärte Ministerpräsident Haidar al Abadi am Donnerstag. Tal Afar war eine der letzten irakischen Städte in der Hand der Dschihadistenmiliz „Islamischer Staat“ (IS).

          Niniveh war im Sommer 2014 fast vollständig an die Dschihadisten gefallen. Die Provinzhauptstadt Mossul war nach monatelanger Belagerung Anfang Juli von den Regierungstruppen zurückerobert worden. Die Rückeroberung von Tal Afar, wo vor dem Konflikt rund 200.000 vorwiegend schiitische Turkmenen wohnten, dauerte dagegen nur zehn Tage.

          Im Rahmen einer internationalen Koalition unterstützt auch Frankreich die Offensive gegen den IS mit Artillerie. „Wir arbeiten alle daran, dass der Irak eine Phase des Friedens und des Wiederaufbaus beginnen kann“, sagte  Frankreichs Verteidigungsministerin Florence Parly in der vergangenen Woche bei einem Besuch im Irak. Auch die amerikanische Armee unterstützt den Vormarsch der irakischen Kräfte gegen den IS.

          Die IS-Miliz kontrolliert nun nur noch zwei Gebiete im Irak: Hawija im Zentrum und die Städte Al Kaim, Rawa und Anna in der Wüste an der Grenze zu Syrien. Auch in Syrien steht die sunnitische Extremistengruppe vor dem Verlust ihrer einstigen Hochburg Raqqa, die nach 2014 als inoffizielle Hauptstadt des selbsterklärten „Kalifats“ der IS-Miliz diente.

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