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Irak : Vizepräsident Al Hashemi zum Tode verurteilt

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Zum Tode verurteilt: Der irakische Vizepräsident Tarik al Haschemi (Archivbild Dezember 2011)

Zum Tode verurteilt: Der irakische Vizepräsident Tarik al Haschemi (Archivbild Dezember 2011) Bild: dapd

Ein Gericht in Bagdad hat den irakischen Vizepräsidenten Tarik al Hashemi in Abwesenheit zum Tode verurteilt. Der Sunnit soll für tödliche Anschläge auf einen Anwalt und einen General der Streitkräfte verantwortlich sein.

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          Der irakische Vizepräsident Tarik al Hashemi ist in Abwesenheit zum Tode verurteilt worden. Der sunnitische Politiker sei für den Tod eines Anwalts und eines Generals verantwortlich, teilte ein Gericht in der Hauptstadt Bagdad am Sonntag mit. Sein Privatsekretär und Schwiegersohn Ahmed Kahtan wurde ebenfalls zum Tode verurteilt. Der seit Mai laufende Prozess hat den Machtkampf zwischen Sunniten und Schiiten im Irak seit dem Abzug der amerikanischen Truppen ebenfalls im Mai verschärft.

          Al Hashemi wird wegen Verdachts auf „Führung und Finanzierung terroristischer Anschläge“ mit internationalem Haftbefehl gesucht. Er war Ende 2011 in die autonomen Kurdengebiete im Nordirak geflohen, nachdem der schiitische Ministerpräsident Nuri al Maliki einen Haftbefehl gegen ihn veranlasst hatte. Nach einer Erklärung auf seiner Internetseite vom 10. August hält er sich mittlerweile  in Qatar auf. Al Maliki wirft dem Vizepräsidenten vor, Leibwächter finanziell unterstützt zu haben, die in Anschläge verwickelt waren. Al Hashemi weist die gegen ihn erhobenen Vorwürfe als politisch motiviert zurück. Sollte Hashemi in seine Heimat zurückkehren, könnte der Fall nach irakischem Recht neu verhandelt werden.

          Dutzende Tote bei Anschlagserie

          Bei einer Anschlagserie in mehreren Städten des Landes wurden unterdessen Dutzende Personen getötet worden. Einer der schwersten Angriffe traf einen Militärstützpunkt in dem nördlich von Bagdad gelegenen Dudschail, wo Bewaffnete und ein Selbstmordattentäter einen Militärstützpunkt angriffen. Der Polizei zufolge wurden dabei elf Soldaten getötet und sieben weitere verletzt.

          Zudem detonierte eine Autobombe vor einem französischen Konsulargebäude in der sonst vergleichsweise ruhigen Stadt Nassirija, 300 Kilometer südlich der Hauptstadt. Dabei wurde ein Wachmann getötet, wie die Polizei mitteilte. Zunächst bekannte sich niemand zu den Anschlägen, die auch Orte wie Kirkuk, Amara, Samarra und Basra trafen.

          Das französische Konsulargebäude wurde bei dem Anschlag in Nassirija beschädigt, wie ein Diplomat sagte. Der Honorarkonsul - ein Iraker - sei zum Zeitpunkt der Tat nicht dort gewesen. Bei dem Anschlag wurden der Polizei zufolge vier weitere Beamte verletzt, die das Gebäude bewachten.

          Im nordirakischen Kirkuk starben bei der Explosion einer Autobombe acht Menschen, die sich als Polizeiwachen für einen irakischen Ölkonzern bewerben wollten. Zwei Autobomben rissen in Amara mindestens 16 Menschen in den Tod, wie aus Polizei- und Krankenhauskreisen verlautete.

          Der Irak bemüht sich, den Konflikt im benachbarten Syrien nicht auf das eigene Land übergreifen zu lassen. Die jüngsten Angriffe schürten jedoch Ängste vor einem neuen Abgleiten des Landes in eine Spirale der Gewalt. Schon in den vergangenen Monaten erschütterten immer wieder Anschläge islamistischer Extremisten und Al-Qaida-Verbündeter das Land.

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