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Irak : Viele Tote bei Anschlägen auf Fußballfans in Bagdad

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Nach dem Spiel feierten die Fans zunächst ausgelassen Bild: dpa

Bei zwei Selbstmordattentaten auf feiernde Fußballfans sind in Bagdad mindestens 50 Menschen getötet worden. Die Bomben explodierten in der Nähe von ausgelassen feiernden Irakern. Ihre Mannschaft hatte zuvor im Halbfinale des Asien Cups gewonnen.

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          Bei Anschlägen auf Fußballfans sind in Bagdad während der Siegesfeiern nach einem irakischen Erfolg im Halbfinale bei der Asien-Meisterschaft mindestens 50 Menschen getötet worden. Die beiden explodierten Autobomben verletzten zudem mehr als 130 Menschen, wie die Polizei berichtete.

          Im ganzen Land waren nach dem Einzug der irakischen Fußballnationalmannschaft in das Finale des Turniers in Südostasien mehrere Tausend begeisterte Menschen auf die Straßen gestürmt. Der Sieg einte die Iraker wie selten zuvor: Von den Kurdengebieten im Norden bis zum schiitischen Süden schwenkten die Fans irakische Flaggen - selbst in Gegenden, wo diese sonst verpönt sind. Im Bagdader Armenviertel Sadr-City, der Hochburg des militanten Schiiten-Predigers Muqtada al Sadr, warfen Frauen Süßigkeiten in die Menge. Eis- und Saftläden verteilten ihre Ware gratis, und einige Familien schlachteten zur Feier des Tages Schafe.

          Auch tödliche Freundensschüsse

          Kurz nach dem Abpfiff explodierte im Bagdader Bezirk Mansur jedoch eine Autobombe nahe einer Menschenmenge. Wenig später sprengte sich an einer Straßensperre der Armee im Osten der Stadt ein Attentäter mit seinem Fahrzeug in die Luft. Auch dort wurden viele Menschen verletzt, die in der Nähe den Fußballsieg feierten.

          Die irakische Nationalelf hatte Südkorea bei dem Spiel in Hanoi in einem dramatischen Elfmeterschießen geschlagen und war damit erstmals in das Finale der Asienmeisterschaft eingezogen. Nach Polizeiangaben wurde in Bagdad auch ein Mensch durch Freudenschüsse getötet; 17 hätten zudem durch herabfallende Patronen Verletzungen erlitten.

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