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Schlacht um Mossul : Iraks Sicherheitskräfte nehmen Regierungskomplex ein

  • Aktualisiert am

Irakische Soldaten feiern am 6. März 2017 die Wiedereroberung einer Brücke im Westteil Mossuls, die zuvor von der Terrormiliz „Islamischer Staat“ kontrolliert wurde. Bild: dpa

Mossul ist die letzte Hochburg des „Islamischen Staates“. Wird die Rückeroberung des Verwaltungsgebäudes den irakischen Truppen beim Kampf gegen die Extremisten helfen?

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          Irakische Sicherheitsleute haben im Westen der IS-Hochburg Mossul ein wichtiges Regierungsgebäude eingenommen. Kräfte der Polizei und der Armee hätten einen Komplex erobert, zu dem unter anderem die Provinzverwaltung und der Provinzrat gehörten, erklärte ein Militärsprecher am Dienstag. Mehrere Kämpfer der „Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) seien dabei getötet worden.

          Nach Angaben eines Polizeioffiziers brachten die Angreifer zudem eine zweite von insgesamt fünf Brücken über den Tigris unter Kontrolle. Die Rückeroberung der Verwaltungsgebäude ist von symbolischer Bedeutung und hilft den irakischen Truppen bei Angriffen auf die Extremisten in der nahe gelegenen Altstadt.

          Mossul ist die letzte Hochburg des IS im Irak. Die irakische Armee, Polizei und verbündete Milizen hatten Mitte Oktober eine Offensive auf die Millionenstadt begonnen. Unterstützt werden sie von Luftangriffen der amerikanisch geführten internationalen Koalition.

          Ende Januar konnten die Angreifer schon den Osten der Stadt einnehmen, die durch den Tigris geteilt wird. Vor zwei Wochen starteten sie die Offensive auf den Westteil der Stadt. Der Kampf gilt als schwieriger, weil in den engen Gassen der Altstadt keine gepanzerten Fahrzeuge eingesetzt werden können. Der IS hatte Mossul 2014 in einem blitzartigen Vorstoß besetzt. Von der Großen Moschee aus rief IS-Chef Abu Bakr al Bagdadi ein Kalifat aus, das bis nach Syrien reicht.

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