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Irak : Großbritannien beendet Kampfeinsatz

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Eine neue Ära der Zusammenarbeit beginnt: Britische Truppen verlassen den Irak Bild: AFP

Einen Monat früher als geplant haben die britischen Streitkräfte ihren Kampfeinsatz im Irak offiziell beendet. In Basra begann der Abzug der 3700 verbliebenen Soldaten. Für beide Länder soll nun eine neue „Partnerschaft zwischen Gleichgestellten“ beginnen.

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          Sechs Jahre nach Beginn des Irak-Krieges haben die britischen Streitkräfte ihren Kampfeinsatz offiziell beendet. Einen Monat früher als geplant übergaben die Briten am Donnerstag in der Militärbasis in Basra die Aufgaben im Südirak an die Amerikaner.

          Der Abzug des verbliebenen Kontingents von 3700 Soldaten aus der Stadt habe begonnen, sagte der britische Ministerpräsident Brown nach einem Treffen mit dem irakischen Ministerpräsidenten Al-Maliki in London. Die beiden waren dort zu einer Investitionskonferenz für den Irak zusammengekommen. Sie unterzeichneten eine „Erklärung der Freundschaft, Partnerschaft und Zusammenarbeit“.

          Der Irak und Großbritannien würden nun eine neue „Partnerschaft zwischen Gleichgestellten“ beginnen, sagte Brown. „Dieser Tag markiert das Ende des Kampfauftrags im Irak“, erklärte der Premierminister. Seit Kriegsbeginn 2003 wurden im Irak insgesamt 179 Angehörige der britischen Streitkräfte getötet. Bei einer Zeremonie auf dem Stützpunkt in Basra wurden die Namen der Opfer verlesen.

          Irak als „Erfolgsgeschichte“

          Brown verteidigte nochmals den bei seinen Landsleuten immer unpopulärer gewordenen Kampfeinsatz. „Der Irak ist heute eine Erfolgsgeschichte“, sagte er. „Vieles davon verdanken wir den Bemühungen der britischen Truppen. Unsere Mission war nicht immer einfach. Viele haben gesagt, dass sie scheitern würde.“

          Die britischen Truppen sollen bis zum 31. Juli abziehen. Danach sollen nur noch 400 britische Soldaten im Land bleiben, um die irakischen Sicherheitskräfte auszubilden.

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