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Irak : Die Gewalt hält an

  • Aktualisiert am

Die australische Geisel Douglas Wood im Fernsehen Bild: Reuters

Wieder sind bei einem Bombenanschlag im Westen des Landes amerikanische Soldaten getötet worden. Am Vortag waren zwei Geiseln befreit, aber 50 Menschen getötet worden.

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          Die Gewalt im Irak geht weiter: Bei einem Bombenanschlag im Westen des Landes sind fünf amerikanische Soldaten getötet worden, wie die Streitkräfte am Donnerstag mitteilten.

          Der am Straßenrand versteckte Sprengsatz explodierte am Mittwoch nahe der Stadt Ramadi neben dem Fahrzeug der Marineinfanteristen, hieß es. Sie erlagen wenig später ihren Verletzungen. Damit wurden seit Beginn des Irak-Kriegs 2003 nach einer Zählung der Nachrichtenagentur Associated Press mindestens 1713 Angehörige der amerikanischen Streitkräfte im Irak getötet.

          Australische Geisel frei

          Irakische Truppen haben am Mittwoch während einer Razzia in Bagdad zwei Geiseln entdeckt und befreit, darunter den Australier Douglas Wood. Am selben Tag töteten Attentäter und Angreifer in verschiedenen Teilen des Landes etwa 50 Menschen.

          Die Soldaten fanden den 63 Jahre alten Ingenieur aus Australien, als sie ein Haus durchsuchten, in dem sie Rebellen vermuteten. Er habe gefesselt unter einem Tuch gelegen, berichtete der irakische General Nassir Abadi auf einer Pressekonferenz. Die Geiselnehmer hätten behauptet, er sei ihr Vater und krank.

          Weitere Anschläge in Bagdad

          Wood war vor sechs Wochen entführt worden. Die Rebellen hatten für seine Freilassung einen Abzug der australischen Soldaten gefordert, die Teil der von Amerika geführten Truppen sind. In jüngster Zeit waren bereits eine französische Geisel und drei Journalisten aus Rumänien ihren Entführern entronnen.

          In Chalis im Norden von Bagdad riß ein Selbstmordattentäter mindestens 26 Menschen mit in den Tod, als er sich in einer Kantine der Armee in die Luft sprengte. Sechs Soldaten wurden noch Stunden nach der Tat vermißt. In derselben Stadt töteten Rebellen zwei ranghohe Anti-Terror-Polizisten aus Kirkuk. Sie hatten das Feuer auf der Hauptstraße Richtung Norden auf das Fahrzeug der beiden Polizisten eröffnet.

          Im Süden Bagdads wurden mindestens zehn Menschen getötet und 29 verletzt, weil eine Autobombe in der Nähe einer Polizei-Streife gezündet wurde. Im Südwesten der Stadt kamen fünf Menschen durch Werfergranaten ums Leben, die in Häuser einschlugen. Fünf Zivilisten und zwei Polizisten wurden in Tal Afar nahe der nordirakischen Stadt Mossul getötet. Hier war eine Polizeistation mit Werfergranaten beschossen worden.

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