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Irak : 35 Tote bei Anschlag in Baquba

  • Aktualisiert am

Trotz Sicherheitsoffensive haben die Anschläge nicht abgenommen Bild: REUTERS

Bei einem Anschlag mit Chlorgas in Baquba sind nach offiziellen Angaben 35 Menschen getötet worden. Laut einer Untersuchung hat die Sicherheitsoffensive im Irak die Zahl der Anschläge nicht zu vermindern vermocht.

          Bei einem Anschlag mit Chlorgas in der irakischen Stadt Baquba sind laut offiziellen Angaben 35 Menschen getötet worden. Wie Sicherheitskräfte am Mittwoch mitteilten, wurden bei dem Anschlag in der Nacht außerdem mehr als 50 Menschen verletzt, einige von ihnen lebensgefährlich.

          Irakische und amerikanische Soldaten waren am Dienstag in Baquba, etwa 60 Kilometer nordöstlich von Bagdad, mit Razzien gegen Milizen vorgegangen, die seit Monaten die Stadt kontrollieren. Dabei war ein Mitglied der mächtigen Mahdi-Miliz unter Muqtada al Sadr verhaftet worden.

          „Sicherheitsoffensive zeigt keine Wirkung“

          Die amerikanische Armee hatte Anfang des Jahres Anschläge mit Chlorgas als eine neue Taktik der Aufständischen im Irak eingestuft und das als einen barbarischen Versuch bezeichnet, den Terror zu verstärken.

          Eine in den Vereinigten Staaten veröffentlichte Untersuchung zeigt indes, dass die vor etwa drei Monaten begonnene Sicherheitsoffensive amerikanischer und irakischer Truppen die Zahl der Anschläge im Irak kaum beeinflusst hat. Die durchschnittliche Zahl der Anschläge pro Tag stieg von 71 im Januar 2006 auf 176 im Oktober, wie der amerikanische Rechnungshof am Dienstag mitteilte. Im Februar, als die Offensive begann, waren die Anschläge zunächst leicht auf 164 pro Tag zurückgegangen; im März waren es 157, im April 149.

          Der Bericht bezieht sich auf Angaben der amerikanischen Truppen. Die Zahl der Todesopfer oder bei dem jeweiligen Anschlag Verwundeten wurde nicht berücksichtigt. Aus Kreisen der Streitkräfte hieß es, die Aufständischen hätten auf die Offensive sogar mit noch verheerenderen Anschlägen als zuvor reagiert, die mehr Opfer gefordert hätten.

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