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Intensivarzt in Maastricht : „Lebenserhaltende Maßnahmen sind nicht immer die beste Lösung“

Medizinisches Personal am Bett eines an Corona erkrankten Intensivpatienten am 11. November am Universitätsklinikum in Maastricht Bild: EPA

Ein deutscher Arzt in den Niederlanden spricht im F.A.Z.-Interview über Kulturunterschiede in der Intensivmedizin, den ehrlichen Austausch mit Patienten und die Frage nach einem würdevollen Lebensende.

          3 Min.

          Herr Professor Buhre, Sie leiten das Zentrum für Intensivmedizin am Universitätsklinikum Maastricht, kommen aber ursprünglich aus Deutschland. Bei der zur Zeit viel diskutierten Zahl der Intensivbetten unterscheiden sich die beiden Länder stark: Im Verhältnis zur Einwohnerzahl gibt es in Deutschland mehr als vier Mal so viele Betten wie in den Niederlanden. Woher kommt das?

          Franca Wittenbrink
          Redakteurin in der Politik.

          Dafür gibt es verschiedene Gründe. Zum einen haben wir hier schlicht weniger Krankenhäuser als in Deutschland. Gerade in der Intensivmedizin gibt es aber auch einige Besonderheiten. Eine Pflegekraft darf in den Niederlanden nicht mehr als etwa 1,5 Betten betreuen. Dieser vergleichsweise hohe Pflegeschlüssel ist gesetzlich geregelt und kann nicht einfach aufgeweicht werden. Das heißt: Die Zahl der Betten ist strikt abhängig vom Personal. Zudem schlagen sich in der Intensivmedizin aber auch ganz grundsätzliche Unterschiede in der Kultur nieder.

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