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Indonesiens Islamverband : Stimme der moderaten Muslime

Indonesien: Muslime beten in Zona Madina Moschee in Bogor. Bild: dpa

Im interreligiösen Dialog setzt ein großer christlicher Weltverband auf Indonesiens Muslime. Die dortige islamische Organisation Nahdlatul Ulama mit mehr als 90 Millionen Mitgliedern gilt als moderat in der Auslegung des Korans.

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          Allein wegen ihrer Symbolik waren die Begegnungen wichtig. Einen nachhaltigen christlich-islamischen Dialog haben sie aber nicht angestoßen. Im Jahr 2019 verabschiedete Papst Franziskus mit dem ägyptischen Großimam Ahmad al-Tayyeb eine Erklärung zur Geschwisterlichkeit aller Menschen, 2021 besuchte er im Irak den schiitischen Großajatollah Ali al-Sistani. Schon 2007 war der damalige saudische König Abdullah im Vatikanstaat beim damaligen Papst Benedikt XVI. zu Gast gewesen. Zu einer theologischen Zusammenarbeit ist es aber nicht gekommen.

          Rainer Hermann
          Redakteur in der Politik.

          Größere Hoffnungen sind an den Dialog geknüpft, den derzeit zwei große unabhängige Organisationen führen: die Weltweite Evangelische Allianz (WEA), zu deren nationalen Mitgliedsorganisationen mehrere hundert Millionen Christen gehören, und die indonesische Nahdlatul Ulama, die mit mehr als 90 Millionen Mitgliedern weltweit größte unabhängige islamische Organisation. Vor einem Jahr haben sie eine gemeinsame Arbeitsgruppe gegründet, die eine Stimme gegen religiös motivierte Gewalt und religiöse Verfolgung sein will.

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