https://www.faz.net/-gpf-6xniw

Indien und Georgien : Attentatsversuche auf israelische Diplomaten

In Delhi explodierte am Montag ein Diplomatenfahrzeug Bild: AFP

Bei einer Explosion nahe der israelischen Botschaft in Delhi sind mehrere Menschen verletzt worden. In Georgien wurde ein Anschlag verhindert. Israels Ministerpräsident Netanjahu bezichtigte Iran und die Hizbullah der Anschläge.

          1 Min.

          Der israelische Ministerpräsident Netanjahu hat Iran und die libanesische Hizbullah-Miliz bezichtigt, hinter den beiden Anschlagsversuchen auf israelische Diplomaten in Indien und Georgien zu stecken. In Delhi wurde am Montag bei der Explosion eines Fahrzeugs in der Nähe der Botschaft die Ehefrau eines Diplomaten verletzt. Die indische Polizei sprach von weiteren Verletzten.

          Hans-Christian Rößler

          Politischer Korrespondent für die Iberische Halbinsel und den Maghreb mit Sitz in Madrid.

          In Tiflis konnte am Fahrzeug eines Botschaftsmitarbeiters ein Sprengsatz noch rechtzeitig entschärft werden. Nach Angaben des georgischen Innenministeriums sollte eine Handgranate zur Explosion gebracht werden. Die israelische Regierung versetzte alle Auslandsvertretungen in höchste Alarmbereitschaft. Am 12. Februar jährte sich zum vierten Mal der Mordanschlag auf den Hizbullah-Militärchef Mughnijeh. Die Miliz beschuldigt Israel, ihn getötet zu haben und kündigte Vergeltung an.

          Netanjahu bestätigte am Montag Berichte, wonach vor kurzem Anschläge auf den israelischen Botschafter in Aserbaidschan sowie auf Israelis in der thailändischen Hauptstadt Bangkok vereitelt worden seien. In beiden Fällen wurden Hizbullah-Mitglieder verdächtigt. Schon seit dem Krieg gegen Israel im Jahr 2006 bemüht sich die schiitische Miliz verstärkt, israelische Ziele im Ausland anzugreifen.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Test für Reiserückkehrer im rheinland-pfälzischen Bitburg

          Kritik an Risikogebieten : Zahl der Neuinfizierten abermals über 1000

          Die Zahl der Corona-Neuinfektionen bleibt weiter vierstellig. Zugleich übt der Deutsche Hausärzteverband Kritik an pauschalen Risikogebieten. „Wahnwitzig“ sei auch, dass Ärzte Hotelbuchungen von Reiserückkehrern kontrollieren sollen.

          Wiederaufbau in Beirut : Wer will schon das libanesische Monopoly-Geld?

          Die Bewohner Beiruts müssen nach der Explosionskatastrophe einen Wiederaufbau unter extremen Bedingungen bewerkstelligen. Manche hoffen, der innere und äußere Druck werden die korrupte politische Klasse zu Reformen bewegen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.