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Gewalt in Mexiko : Land der ungesühnten Morde

Stiller Protest gegen die Femizide in Mexiko am 30. April 2022 Bild: Reuters

In Mexiko wird alle 15 Minuten jemand getötet – ohne Folgen für die Täter. Die Kartelle haben die Justiz unterwandert, und so wird die Straflosigkeit zu einer Wurzel der Gewalt.

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          Ein Aufschrei geht durch Mexiko. Wieder. Und wieder ist der Auslöser die Ermordung einer jungen Frau, der 18 Jahre alten Debanhu Escobar. Ihre Leiche wurde vor einigen Tagen in der Zisterne eines Motels im Norden des Landes gefunden, fast zwei Wochen, nachdem sie verschwunden war.

          Tjerk Brühwiller
          Korrespondent für Lateinamerika mit Sitz in São Paulo.

          Der Fall löste Proteste aus. Die Demonstranten, hauptsächlich Frauen, trugen unter anderem Schilder mit der Aufschrift „Mexiko ist ein Massengrab“.

          Frauenmorde haben in Mexiko in den letzten Jahren zugenommen und sind im Jahr 2021 auf über tausend gestiegen. Dies waren nur Fälle, die als „Femizide“ eingestuft wurden, ein Rechtsbegriff, der in Mexiko verwendet wird, wenn Frauen wegen ihres Geschlechts getötet werden.

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