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Katastrophe spitzt sich zu : In Indien brennen die Corona-Toten

Ein Mann rennt in Delhi an den brennenden Holzfeuern entlang, wo die Covid-Toten eingeäschert werden. Bild: Reuters

Noch vor wenigen Wochen glaubte Indien kurz vor der Herdenimmunität zu stehen. Nun beklagt das Land mehr als 300.000 Infektionen am Tag – oder sind es in Wirklichkeit sechs Millionen?

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          In Indien weitet sich die zweite Corona-Welle immer mehr zu einer Katastrophe aus. Krankenhäuser sind überfüllt und Erkrankte ringen um Luft, weil es keinen Nachschub an Sauerstoff gibt. Ärzte und Schwestern arbeiten am Limit. An den Krematorien lodern ununterbrochen die Holzfeuer. Kurzfristig werden neue Verbrennungsplattformen gebaut, auf denen die vielen zusätzlichen Toten eingeäschert werden können. Die Hauptstadt Delhi, die sich zu einem Zentrum des Ausbruchs entwickelt hat, verlängert noch einmal ihren Lockdown, andere Regionen ziehen mit eigenen Ausgangssperren nach. Die Armee wird zu Hilfe gerufen, militärisches Gesundheitspersonal aus dem Ruhestand geholt.

          Till Fähnders
          Politischer Korrespondent für Südostasien.

          Angesichts dessen eilt das Ausland zu Hilfe und verspricht, Beatmungsgeräte, Sauerstoffanlagen und Rohmaterialien für Impfstoffe zu schicken. Die Länder fürchten wohl auch, dass die in Indien grassierende „Doppelmutante“ B.1.617 sich weltweit ausbreiten könnte, wenn der Ausbruch nicht unter Kontrolle gebracht wird. Alarmierend sind auch die Zahlen, die täglich aus dem Land mit seinen 1,35 Milliarden Einwohnern gemeldet werden. Allein am Dienstag waren es 323.144 neue Fälle und 2771 Tote in den vorangegangenen 24 Stunden. Es war der sechste Tag in Folge mit mehr als 300.000 Neuinfektionen.

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