https://www.faz.net/-gpf-9u0xo

Impeachment-Verfahren : Jerrold Nadler übernimmt

  • -Aktualisiert am

Der Vorsitzende des Rechtsausschusses im amerikanischen Repräsentantenhaus, Jerrold Nadler, im November in Washington Bild: AFP

Die Ermittlungen zum Impeachment gegen Donald Trump gehen an den Rechtsausschuss. Dessen Vorsitzender Jerry Nadler ist ein alter Bekannter von Donald Trump. Allerdings hat der amerikanische Präsident keine guten Erinnerungen an ihn.

          3 Min.

          Jerrold Nadler wusste, dass seine Zeit noch kommen würde. Zwei Monate lang musste der Vorsitzende des Rechtsausschusses im amerikanischen Repräsentantenhaus die Bühne Adam Schiff überlassen. Nancy Pelosi, die „Sprecherin“ des Repräsentantenhauses, hatte dem Vorsitzenden des Geheimdienstausschusses die Federführung in den Impeachment-Ermittlungen gegen Präsident Donald Trump angetragen. Mit der Vorlage seines Berichts endete am Dienstag Schiffs Tätigkeit in der ersten Reihe. Nun übernimmt der Rechtsausschuss. Nach eigenen Anhörungen, die an diesem Mittwoch beginnen, wird unter Nadlers Regie die Anklageschrift verfasst. In der Fraktionsführung der Demokraten wächst die Nervosität.

          Majid Sattar
          (sat.), Politik

          Pelosi und Schiff verstanden einander blind. Die beiden Wahlkalifornier – Pelosis Wahlkreis ist San Francisco, Schiff vertritt Teile von Los Angeles – waren ursprünglich gegen ein Amtsenthebungsverfahren gegen Trump. Erst durch die Ukraine-Affäre änderte sich ihre Einschätzung. Nach dem Bekanntwerden der Vorwürfe des Whistleblowers im September war klar, dass man dem Druck der Parteilinken nicht mehr standhalten konnte.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          F.A.Z. PLUS:

            Sonntagszeitung plus

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Schottlands Schicksalswahl : Niemand möchte eine Grenze

          Die Wahl in Schottland könnte das Vereinigte Königreich zerreißen und über das Schicksal von Boris Johnson entscheiden. Ausgerechnet die Brexiteers lobpreisen die Vorzüge einer Union – und Brexit-Gegner einen Austritt.