https://www.faz.net/-gpf-755ox

Im Krankenhaus : Irakischer Präsident Talabani erleidet Schlaganfall

  • Aktualisiert am

Iraks Präsident Dschalal Talabani Bild: dpa

Der irakische Präsident Dschalal Talabani ist nach einem Schlaganfall in ein Krankenhaus in Bagdad eingeliefert worden. Sein Zustand sei stabil, allerdings habe er seit Montag das Bewusstsein noch nicht wiedererlangt.

          Der irakische Präsident Dschalal Talabani ist nach einem Schlaganfall ins Krankenhaus eingeliefert worden. Das Staatsoberhaupt sei in stabilem Zustand, sagte ein Sprecher von Ministerpräsident Nuri al Maliki am Dienstag.  Unklar war, wie schwer der Schlaganfall war. Das Büro des Präsidenten hatte zunächst nur mitgeteilt, dass Talabani sich schwach gefühlt habe und deshalb ins Krankenhaus gebracht worden sei. Aus irakischen Regierungskreisen verlautete, dass er am Montag bewusstlos geworden sei und das Bewusstsein immer noch nicht wiedererlangt habe. Offiziell wollte sich aber zunächst niemand über die Details äußern. 

          Talabani hat wegen seines Übergewichts bereits seit einigen Jahren gesundheitliche Probleme. Im vergangenen Sommer hatte sich der kurdische Politiker in Deutschland ärztlich behandeln lassen. Die Ärzte Talabanis sollten in den kommenden Tagen entscheiden, ob die Behandlung des Präsidenten im Irak fortgesetzt wird oder ob der Staatschef möglicherweise in ein anderes Land gebracht werde, sagte ein Parteifreund aus Talabanis Patriotischer Union Kurdistans.

          Talabanis Amt ist zwar weitgehend zeremoniell, doch vielen Irakern gilt der 79 Jahre alte Politiker als Figur der Einheit in einer durch ethnische und religiöse Differenzen zersplitterten Gesellschaft. Talabani ist der Chef der Patriotischen Union Kurdistans (PUK), die vor allem in der nördlichen Stadt Suleimanija viele Anhänger hat. In den vergangenen Monaten hatte Talabani mehrfach versucht, den Streit zwischen den Parteien der Schiiten, Sunniten und Kurden zu schlichten.

          Weitere Themen

          Acht Verhaftungen nach Anschlägsserie

          Sri Lanka : Acht Verhaftungen nach Anschlägsserie

          Nach einer Serie von Bombenanschlägen in Sri Lanka mit mehr als 200 Toten haben die Behörden acht Verdächtige verhaftet. Unter den Opfern sind laut Behörden 32 Ausländer. Die Taten sollen von Selbstmordattentätern ausgeführt worden sein.

          Elf Patienten aus Krankenhaus entlassen Video-Seite öffnen

          Nach Busunfall auf Madeira : Elf Patienten aus Krankenhaus entlassen

          Nach dem Busunglück auf Madeira sind elf der Unfallopfer aus dem Krankenhaus entlassen worden. 16 weitere Personen würden weiter behandelt, ihr Zustand sei aber stabil und verbessere sich. Noch sei nicht abzusehen, wann die verletzten Touristen zurück nach Deutschland transportiert werden können.

          Sri Lanka im Schockzustand Video-Seite öffnen

          Reaktionen auf das Attentat : Sri Lanka im Schockzustand

          Mehr als 200 Menschen sind bei dem Terroranschlag in Sri Lanka gestorben. Hunderte wurden verletzt. Die Attentate, zu denen sich zunächst niemand bekannte, sind die schwersten seit Ende des Bürgerkrieges vor zehn Jahren.

          Topmeldungen

          Sri Lanka : Acht Verhaftungen nach Anschlägsserie

          Nach einer Serie von Bombenanschlägen in Sri Lanka mit mehr als 200 Toten haben die Behörden acht Verdächtige verhaftet. Unter den Opfern sind laut Behörden 32 Ausländer. Die Taten sollen von Selbstmordattentätern ausgeführt worden sein.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.