https://www.faz.net/-gpf-9jq5v

Demokratin entschuldigt sich : „Es ist nie meine Absicht, jüdische Amerikaner zu beleidigen“

  • Aktualisiert am

Ilhan Omar im Kapitol in Washington Bild: AFP

Die muslimische Abgeordnete im amerikanischen Kongress Ilhan Omar soll in einem Tweet antisemitische Stereotype bedient haben. Deshalb schlug ihr harte Kritik auch aus der eigenen Partei entgegen.

          Nach heftigen Antisemitismusvorwürfen hat die neu gewählte demokratische Kongressabgeordnete Ilhan Omar für einen Tweet um Entschuldigung gebeten. „Es ist nie meine Absicht, meine Wähler oder jüdische Amerikaner insgesamt zu beleidigen“, schrieb Omar am Montag auf Twitter. Die Vorsitzende der Demokraten im Abgeordnetenhaus, Nancy Pelosi, hatte Omar zuvor den Gebrauch „antisemitischer Redewendungen“ vorgeworfen.

          Die in Somalia geborene Omar ist eine der beiden ersten Musliminnen im amerikanischen Kongress. Sie hatte am Sonntag mit Blick auf die pro-israelische Lobbyorganisation Aipac den Satz „It’s all about the Benjamins baby“ („Es geht alles um die Benjamins, Baby“) getwittert. Dies ist eine Anspielung auf die 100-Dollar-Banknote mit dem Bild des Gründervaters Benjamin Franklin (1706-1790). Omar wurde so verstanden, sie wolle damit sagen, dass Geld die Haltung der Abgeordneten zu Israel bestimme.

          Auch Präsident Donald Trump verurteilte den Tweet. „Sie sollte sich schämen. Ich denke, das war eine fürchterliche Äußerung, und ich glaube nicht, dass ihre Entschuldigung ausreichend war“, sagte er Journalisten am Montag. Pelosi teilte nach einer Unterredung mit Omar mit, beide seien sich in ihrer Ablehnung von Antisemitismus in jeder Form einig. „Antisemitismus ist real“, schrieb Omar in ihrer Entschuldigung. „Gleichzeitig betone ich einmal mehr die problematische Rolle, die Lobbyisten in unserer Politik spielen, sei es die Aipac, die NRA (Waffenlobby) oder die Erdölindustrie“, schrieb sie weiter.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Darf auch nach einem ungeregelten Brexit abheben: eine Maschine von Thomas Cook.

          Auch bei hartem Brexit : EU bannt Brexit-Risiken für Urlauberflüge

          Deutsche Touristen können aufatmen: Fluggesellschaften dürfen nach dem Willen der EU auch im Falle eines ungeregelten Brexits starten – zumindest für die folgenden sechs Monate. Ursprünglich hatte die Kommission deutlich striktere Regeln vorgeschlagen.
          Hayabusa2 und der Asteroid Ryugu.

          Japanische Raumsonde : „Hayabusa2“ landet auf Rygugu

          Großer Jubel in Japan: „Hayabusa2“ ist wohl auf dem Asteroiden Ryugu gelandet. Die Mission der japanischen Raumsonde soll auch Erkenntnisse bringen, wie man die Erde vor Asteroiden schützt.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.